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Der letzte erste Blick von Bianca Iosivoni


Der letzte erste Blick, Bianca Iosivoni
Lyx, 446 Seiten


Klappentext

Das Einzige was Emery Lance sich wünscht, als sie ihr Studium in West Virginia beginnt, ist ein Neuanfang. Sie möchte studieren, und zwar ohne das Gerede, das Getuschel und die verurteilenden Blicke der Leute zu Hause. Dafür nimmt sie sogar in Kauf, dass sie mit dem nervigsten Kerl aller Zeiten in einer WG landet. Doch es kommt schlimmer: Dessen bester Freund Dylan Westbrook bringt ihr Herz mit einem einzigen Blick zum Rasen. Dabei gehört er zu der Sorte Mann, von der Emery sich unbedingt fernhalten wollte: zu gut aussehend, zu nett, zu lustig. Und eine große Gefahr für ihr ohnehin schon zerbrechliches Herz.

Meine Meinung

Schon lange schleiche ich um die Bücher von Bianca Iosivoni herum, nicht zuletzt weil Mona Kasten ihre Autorenkollegin so lobt.
Und jetzt hatte ich die Gelegenheit, von Bastei Lübbe ihre Young Adult Geschichte Der letzte erste Blick zugeschickt zu bekommen. Meine Erwartungen waren sehr hoch, mag ich doch auch den Schreibstil und die Ideen von Mona Kasten sehr gerne.
Zunächst fühlte ich mich allerdings ein wenig erschlagen von den 440 wirklich recht kleingedruckten Seiten, aber wenn eine Geschichte mich packt, dann kann sie ja eigentlich nicht lang genug sein, oder? Dann möchten wir Bücherverrückten ja im Regelfall nicht, dass sie endet :-)

Wir lernen Emery Lance kennen, die weit weg von ihrem Zuhause beginnt zu studieren. Der Start gestaltet sich allerdings etwas schwierig, da sie dank ausgebuchter Wohnheimzimmer zusammen mit Mason in eine Unterkunft verfrachtet wird, der ihr gleich beim ersten Zusammentreffen an den Hintern grapscht und dafür eine angebrochene Nase von Emery kassiert.
Sie beschließt jedoch schnell, sich von diesem Start nicht entmutigen zu lassen und beginnt ihr Studentenleben.
Schnell wird klar, dass sie nicht so ganz freiwillig so weit weg von Zuhause studiert und irgendetwas in ihrem letzten Highschooljahr passiert sein muss, dass dafür gesorgt hat, dass sie von ihren Mitschülern und den Menschen ihrer Stadt, größtenteils gemieden wurde.
Sie lernt schnell einige andere Studenten kennen, allesamt Freunde von Mason und beginnt langsam zu hoffen, dass sie vielleicht doch wieder Leute treffen kann, die es gut mit ihr meinen und mit denen sie ihre Zeit verbringen kann. Einer von ihnen ist Dylan Westbrook, der beste Freund von Mason, und einfach ein rundherum netter Kerl.
Jedoch hat natürlich auch Dylan so seine Probleme, vor allen Dingen Geldsorgen und eine ehemalige Nachbarin, die ihn aufgezogen hat und nun aufgrund von Demenz im Heim lebt und er sich um sie kümmert. Nebenbei schiebt er noch Nachtschichten in der Tierklinik, mag Sport und versucht irgendwie sein Studium auf die Reihe zu kriegen.
Schnell merkt Emery, dass sie sich zwar zu Dylan hingezogen fühlt, ihre Vergangenheit und das was ihr Ex-Freund getan hat, ihr im Weg stehen.

Emery, Dylan und die gesamte "Collegeclique" waren mir eigentlich von Anfang an recht sympathisch und ich bin gut in die Geschichte rein gekommen. Besonders auch die Späße und Streiche, mit denen Emery und Dylan sich gegenseitig duellieren, haben mir gut gefallen und waren Stellenweise, obwohl einige natürlich bekannt, durchaus witzig.
Und auch den Schreibstil von Bianca Iosivoni mochte ich wirklich gern so weit.
Allerdings hatte ich meine Schwierigkeiten der Geschichte zu folgen, die mich leider so gar nicht fesseln konnte. Es gab so viele Ansatzpunkte die verarbeitet wurden und aus denen man eine Herz-Schmerz-Collegegeschichte hätte schreiben können, nur leider plätscherte die Story meistens nur vor sich hin und war Stellenweise für mich viel zu langatmig. Da hätte ich mir wirklich den Pep von Mona Kasten gewünscht, der mir bei ihrer Kollegin Bianca Iosivoni einfach fehlte.
Teilweise wurden auch zu viele Situationen in der Geschichte verarbeitet, die man hätte kürzen und einfach für den Leser spannender machen können. Ich glaube 100 Seiten weniger hätten der Geschichte durchaus gut getan. Allerdings habe ich natürlich auch schon Stimmen gehört, die die Geschichte so wie sie ist einfach nur perfekt fanden.
Ich habe in den letzten Jahren allerdings so viel New Adult gelesen und fast alle Autorinnen in diesem Genre wenigstens versucht, dass ich vielleicht ein wenig überkritisch bin. Oder einfach nur einen anderen Geschmack habe :-)

Bianca Iosivoni werde ich allerdings nicht von meiner Liste "entlassen" und den zweiten Band "Der letzte erste Kuss" um Luke und Elle, auf jeden Fall auch lesen um mir ein umfassendes Bild machen zu können.

Für diesen ersten Band gebe ich 3,5 von 5 Punkten, da mir ein wenig der Pep fehlte und es streckenweise zu langatmig war.







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