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Finding Cinderella von Colleen Hoover


Finding Cinderella, Colleen Hoover
dtv, 173 Seiten

Klappentext

Nur ein einziges Mal sind sie sich begegnet, doch Daniel kann sie nicht vergessen: die unbekannte Mitschülerin, die sich wie er mitten am Schultag in einer dunklen Kammer versteckte - und die nach einer mehr als romantischen Stunde vor ihm davonlief wie Cinderella vor dem Prinz.
Seitdem redet Daniel sich erfolgreich ein, dass es die große Liebe ohnehin nur im Märchen gibt. Bis er bei seinem besten Freund Dean Holder auf Six trifft....

Meine Meinung

Wie ihr unschwer an der Seitenzahl erkennen könnt, ist Finding Cinderella lediglich eine Novella und kein "voller Roman" von Colleen Hoover, bei der ich den Preis von 7,95 € doch recht happig finde wenn man bedenkt, dass ein normales Taschenbuch (keine Broschur) im Regelfall um die 9,99 € kostet.
Aber sei es drum, Colleen Hoover ist eine Autobuy Autorin von mir und so musste ich natürlich auch Finding Cinderella unbedingt lesen. Die Autorin hat es einfach drauf, mich mit ihrem Erzählstil immer wieder in den Bann zu ziehen, mal mehr und mal weniger.
Und das war auch diesmal nicht wirklich anders, da alleine die ersten Seiten, das Kennenlernen und erste Annähern zwischen Daniel und Six, mich zum schmelzen gebracht haben. Was für eine schöne Schreibe und ein sympathisches Paar!
Finding Cinderella spielt im Kreis um Dean Holder und Sky, die wir aus Hope Forever (und Looking for Hope) kennen. Daniel ist der beste Freund von Dean und Six die beste Freundin von Sky.

Dabei haben mich die ersten Seiten nicht wirklich fesseln können, als Daniel, der eine regelmäßige Freistunde in einer Abstellkammer verbringt und dort ein Mittagsschläfchen hält, eine nette Unbekannte trifft, die sich ebenfalls in "seine" Kammer verirrt.
Die Tatsache, dass sie dort bereits beim zweiten Mal, ohne sich überhaupt zu kennen, miteinander schlafen, auch wenn beide wissen, dass sie die Schule und die Stadt verlassen wird, hat mir aus irgendeinem Grund nicht gepasst. Das war mir eindeutig zu viel. Ich weiß, solch eine Aktion passiert in jedem zweiten Erotikroman schon beim ersten Treffen, aber hier befinden wir uns an der Highschool und bei Colleen Hoover und da passte es für mich einfach nicht hin.
Aber natürlich ist es für die weitere Geschichte von Bedeutung, aber ich glaube da hätte man ebenfalls einen anderen Plot entwickeln können, denn auch das was später passiert und nach einer ersten emotionalen Achterbahnfahrt völlig banal und urplötzlich abgehandelt wird, hat mir so gar nicht gefallen. Auch und besonders für eine Novella nicht. Wenn man so schreibt, hätte man in meinen Augen besser und mehr ausarbeiten müssen.

Als Daniel und Six sich ein Jahr nach dem Vorfall in der Abstellkammer, natürlich wissen beide nicht, dass es sich um den jeweils anderen handelt, wiedersehen, verstehen sie sich sofort blendend (wobei ich mich, mal so nebenbei, immer gefragt habe ob sie sich nicht an der Stimme hätten erkannt haben müssen sowie an ihrer Art zu reden, wenn die zwei Begegnungen in der Kammer angeblich so viel Eindruck, besonders bei Daniel, hinterlassen haben. Aber gut es ist nicht so, ging mir aber einfach nicht mehr aus dem Kopf ob es nicht so hätte sein müssen, aber dann wäre ja die ganze Geschichte ziemlich schnell vorbei gewesen.).
Das war auch der Part der mir so gut gefallen hat. Die beiden passen einfach so gut zusammen, das hat Colleen Hoover ganz toll beschrieben und ich konnte mir die ganze Zeit über bildlich vorstellen, wie die zwei miteinander agieren und kommunizieren. Zudem hat mir die Art der zwei einfach nur gefallen.
Auch Daniels Familie ist ein Fall für sich und ich habe diese sofort ins Herz geschlossen, auch wenn mir seine Eltern als Teenager ultrapeinlich gewesen wären :-)

Leider kommt viel zu schnell der bereits erwähnte Twist in der Geschichte und dann geht alles Holterdiepolter und ist zu Ende, Friede, Freude, Eierkuchen.
Für mich zu schnell, einfach unbefriedigend, ich hätte gerne noch mehr Zeit mir Daniel und Six verbracht und mehr über das wie und wieso erfahren und was sie nun machen werden mit dem ganzen Wissen.
Nein, Stoff für eine Novella war das wirklich nicht, besonders weil der Plot auch viel zu spät kam, aber dann wiederum genau richtig, aber viel zu schnell beendet wurde.
Wisst ihr was ich meine?

Und jetzt bin ich unentschlossen. Ich müsste volle 5 Punkte geben für den mittleren Teil des Buches als Daniel und Six sich annähern. War das toll! Aber der Anfang und besonders auch das Ende haben mir so gar nicht gefallen und verdienen in meinen Augen maximal 3 Punkte. Gebe ich dadurch 4 Punkte? Das wäre aber gemessen an anderen Büchern mit dieser "Benotung" zu viel.
Ich überlasse es daher heute Euch eine Bewertung abzugeben nachdem ihr selber gelesen habt. Mir ist es nicht möglich!


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