Freitag, 31. März 2017

Nächstes Jahr am selben Tag von Colleen Hoover


Nächstes Jahr am selben Tag, Colleen Hoover
dtv, 370 Seiten

Klappentext

Ben und Fallon sind achtzehn, als sie sich in Los Angeles kennenlernen - und das ausgerechnet am Abend, bevor Fallon nach New York zieht. Die beiden beschließen, sich von nun an fünf Jahre lang immer am selben Tag im November zu treffen. Doch dann geschieht etwas Unerwartetes....

Meine Meinung

Colleen Hoover ist eine Autobuy Autorin von mir. Sie schafft es immer wieder, mich mit ihren Geschichten abzuholen und erst wieder aussteigen zu lassen, wenn es vorbei ist (außer bei "Weil wir uns lieben", das ich so überflüssig fand wie einen Kropf, aber das ist ein anderes Thema).

In diesem Band geht es um Ben und Fallon, die sich an einem 9. November kennenlernen, als beide zusammen im selben Diner sitzen. Fallon ist 18 und plant nach New York zu gehen da sie hofft, als Schauspielerin am Broadway Fuß fassen zu können. Leider hat sie ein Handicap und auf diesem reitet ihr Vater, ein ehemals bekannter Schauspieler, gerade ziemlich herum: Als Fallon 16 war, brach ein Brand im Haus ihres Vaters aus und sie konnte nur mit Müh und Not aus den Flammen gerettet werden. Seitdem ist eine Körperhälfte mit Narben entstellt.
So lernt Ben, der sich vor Fallons lästigem Vater als deren Freund ausgibt, diese kennen und beide entwickeln sofort starke Gefühle füreinander. Da jedoch beide gerade vor einer Wende in ihrem Leben stehen, Ben möchte Schriftsteller werden und Fallon am Broadway Fuß fassen, beschließen sie, sich die nächsten Jahre immer am 9. November zu treffen und dazwischen keinen Kontakt zu haben. Ja, sogar bei Facebook blockieren sie sich gegenseitig um ja nicht mitzubekommen, was der andere macht.

Was als locker, leichte Liebesgeschichte beginnt und auch nur schleppend startet, steigert sich gefühlsmäßig von Jahr zu Jahr. Mehr sei jedoch nicht gesagt ohne zu spoilern.

Ben und Fallon waren mir grundsätzlich sehr sympathisch, leider kam ich jedoch an beide als Leserin nicht so wirklich heran. Das lag auch vielfach daran, weil man aus deren Leben das sie führen, über die Jahre gar nicht so viel mitbekommt. Das ist natürlich einerseits gut, um den Roman nicht künstlich in die Länge zu ziehen, auf der anderen Seite läuft das Leben der beiden an uns Lesern fast völlig vorbei und es geht wirklich fast ausschließlich um den 9.November und die Treffen der beiden.
Das ging bei mir eindeutig zu Lasten des Sympathie- und Mitfieberfaktors, da ich immer das Gefühl hatte, völlig fremde Menschen vor mir zu haben.

Zudem baut Colleen Hoover einen Twist in die Geschichte ein, der zunächst passend erscheint, mich nach der Auflösung jedoch völlig störte weil absolut unnötig und für die Story so gar nicht von Bedeutung. Ich hatte in dem Moment fast das Gefühl, Colleen Hoover wollte eine ganz andere Geschichte schreiben, hat sich umbesinnt, die Zügel straff angezogen und ist dann in vollem Galopp in eine andere Richtung geprescht. Das hat mich ein wenig gestört, auch weil die Wendung zurück dann so plötzlich und unerwartet kam.
Ich fand es unausgereift.

Zusammenfassend hat Colleen Hoover allerdings wieder eine emotionale Geschichte erzählt, auch wenn diese mich nicht so packen konnte wie zum Beispiel "Weil ich Layken liebe" oder auch "Maybe not" und "Zurück ins Leben geliebt". (Nein, auch mit "Hope forever" hatte ich so ein paar Probleme die nichts mit der Story und dem sehr schwierigen Thema an sich zu tun hatten).

Alles in Allem gebe ich Nächstes Jahr am selben Tag 4 von 5 Punkten und freue mich auf die nächste Liebesgeschichte die Colleen Hoover mir bald erzählen wird (ich habe "Finding Cinderella" gerade angefangen :-) )






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