Samstag, 11. März 2017

Geheimzutat Liebe von Poppy J. Anderson


Geheimzutat Liebe von Poppy J. Anderson
Lübbe, 378 Seiten

Klappentext

Andrew Knight ist neuer Stern am Bostoner Gastrohimmel - doch mittlerweile total ausgebrannt. Beim spontanen Kurzurlaub in Maine trifft er auf Brooke Day, die den lokalen kulinarischen Geheimtipp leitet und nicht ahnt, wer sich da bei ihr einquartiert. Gemeinsam machen sie aus dem Geheimtipp eine In-Location, und Andrew hat zum ersten Mal wieder Spaß beim Kochen. Doch kann Brooke ihm verzeihen, dass er ihr nicht die Wahrheit gesagt hat?

Meine Meinung

Schon lange schleiche ich um Poppy J. Anderson herum, die als Selfpublisherin schon von einigen Menschen mit viel Freunde gelesen wurde. Doch irgendwie haben es ihre Bücher bislang nicht in mein Regal geschafft. Doch letztens beim Einkaufen konnte ich mich nicht mehr wehren und habe ihr erstes bei Lübbe erschienenes Werk, der Auftakt zur Taste of Love Reihe, in meinen Einkaufswagen hüpfen lassen.

Zunächst musste ich jedoch feststellen, dass der Klappentext nicht ganz so stimmt, was dem Buch jedoch keinen Abbruch tut.
Das Crab Inn, das Restaurant das eigentlich Brookes Vater gehört und die ausgebildete Journalistin nur leitet weil dieser sich um ihre schwerkranke Mutter kümmern muss, ist ziemlich heruntergekommen. Sicherlich gibt es dort seit Jahren tolles Essen, doch leider hatte Brookes Vater keine Gelegenheit mehr, das Restaurant zu renovieren und so sinken die Kundenzahlen stetig, auch wenn Brooke sich alle Mühe gibt. Zudem stoßen ihre Verbesserungsvorschläge bei ihrem Vater auf taube Ohren, der kein Restaurant für Touristen besitzen möchte und alles besser weiß.
In dieser Situation tritt Drew in Brookes Leben, der ausgebrannte Sternekoch auch Boston, der einfach nur Abstand von seinem derzeitigen Leben haben möchte, das ihm so lange Freude bereitet hat, ihn jetzt jedoch nur noch nervt.
Schnell merkt er, dass Brooke ein wahnsinniges Talent hat, es dem Crab Inn so wie es läuft jedoch nicht mehr lange gut geht und fängt an, sie in ihren Ideen zu unterstützen.
Natürlich verlieben die zwei sich ineinander und so nimmt das Geschehen seinen Lauf.

Poppy J. Anderson hat einen ganz tollen Schreibstil und so flutschte die Geschichte um Brooke und Drew bei mir einfach so durch (lediglich unterbrochen von Rock my Heart und Paper Princess, die mich noch mehr reizten und ich die Story erst mal auf Seite legen musste). Sie reiht sich in meinen Augen ein in die Rige um Susan Mallery, Kristan Higgins, Robyn Carr und Linda Lael Miller und muss sich auf keinen Fall hinter diesen Autorinnen verstecken!!! Schade, dass die Verlage dies offensichtlich erst so spät festgestellt haben.
Der Nachteil ist, dass die Geschichte dadurch so austauschbar wird, da auch eine der amerikanischen Autorinnen sie geschrieben haben könnte. Wisst ihr was ich meine?
Es war Schema F, gut gemachter Contemporary wie ich ihn schon von meinen damaligen Lieblingsautorinnen vor Jahren gelesen habe. Es könnte auch eins ihrer Bücher sein.
Und das ist schade, dass Story und Schreibstil nicht unverwechselbar sind.
Dadurch aber wirklich sehr gutes, professionelles Handwerk das sich flüssig lesen lässt.
Alle Protagonisten sind super nett gezeichnet und so fühlte ich mich in Sunpoint an der Küste Maines die ganze Zeit über sehr wohl.
Der einzige Knackpunkt ist, dass ich mich offensichtlich mit dieser Form Contemporary nicht mehr wirklich wohl fühle und aktuell lieber Young Adult und erotischer angehauchte Romane lese. Das ist aber mein persönlicher Geschmack und dafür kann Poppy J. Anderson nichts!

Von daher gibt es auch die volle Punktzahl von 5 für ein Wohlfühlbuch das zwar nichts Neues zu boten wusste wenn man gewisse Autorinnen seit Jahren liest, sich aber perfekt in deren Genre einreiht.
Und endlich mal aus Deutschland kommt!

Und wenn ich wieder mal in der Stimmung für Contemporary bin, dann werde ich sicher als Erstes mit der Taste of Love-Reihe weitermachen.
Also mein absoluter Lesetipp für alle die Susan Mallery, Robyn Carr und Co. mögen.




Kommentare:

  1. Das Cover macht ja schon richtig Lust, sich das Buch zu schnappen. Spannend auch, dass sowas mal aus dem deutschsprachigen Raum kommt, die Autorin werde ich mir gleich mal genauer unter die Lupe nehmen. Danke für den Tipp!

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  2. Hallo,

    Das Buch habe ich auch gelesen und mich hat es nicht wirklich vom Hocker gehauen. Ich habe auch keine Rezension dazu geschrieben, weil ich wenn ich ehrlich bin, es zerrissen hätte. Das hat hat sie dann auch wieder nicht verdient, weil ihre Fans kennen und lieben sie :)
    Ich schau mich gleich noch ein bisschen mehr auf deinem Blog um.

    Liebe Grüße
    Sonja Béland

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    1. Schade, aber so sind die Ansichten verschieden. Ich finde sie hat ein solides Buch hingelegt. Allerdings kenne ich wie gesagt ihre anderen Bücher nicht und weiß, dass viele Fans ihre Titans Reihe zum Beispiel viel besser finden.

      Schön, dass Du Dich noch ein wenig umsehen magst, das freut mich sehr :-)

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