Montag, 13. März 2017

Driven - Tiefe Leidenschaft von K. Bromberg





Driven - Tiefe Leidenschaft (Driven Band 5), K. Bromberg
Heyne


Klappentext

Nach dem Tod ihrer Schwester will Haddie Montgomery nichts mehr von Beziehungen wissen. In den Armen von Beckett Daniels sucht sie eigentlich nur ein wenig Ablenkung von ihrer Trauer. Doch so sehr sie es auch versucht: Haddie kommt nicht von ihm los. Ist die Aussicht auf wahre Liebe das Risiko der Enttäuschung wert?


Meine Meinung

Leider ist der Klappentext eher dünn und spiegelt den Inhalt des fünften Bandes der Driven Reihe nicht unbedingt ausreichend wieder.
Nach vier Bänden um Rylee und Colton lernen wir im vorliegenden fünften Band Haddie und Becks besser kennen, die wir schon in den vorherigen Büchern begleiten durften, da sie die besten Freunde von Rylee und Colton sind und bislang eine wichtige Rolle in deren Leben spielten.
Nachdem bereits Haddies Mutter an Krebs erkrankt war und ihre Schwester Lexi an ihrer Krebserkrankung verstarb, möchte Haddie keinen Mann in ihrem Leben haben. Zu sehr nimmt sie das Schicksal von Danny, dem Mann ihrer Schwester Lexi und deren kleinen Tochter, mit. So etwas möchte sie niemandem und auch sich, nicht zumuten und geht auf Abstand.
Nach einer alkoholgeschwängerten Party versucht Haddie sich Ablenkung zu verschaffen, indem sie Beckett versucht zu überreden, mit ihr zu schlafen. Sex ohne Verpflichtungen ist das, was ihre Trauer betäubt und das war auch leider schon das erste, was mich an diesem Band der Reihe störte, da ich sämtlichen Betäubungs- und Verdrängungsversuchen in Form von Alkohol, Drogen oder aber auch belanglosem Sex, nicht viel abgewinnen kann.
Der Einstieg, aber auch die Tatsache, wie Haddie Becks nach dieser ersten Nacht behandelte, sorgte dafür, dass sie mir völlig unsympathisch wurde, was ich in den ersten Bänden der Reihe nie so empfunden habe, als sie noch ein Nebencharakter war.
Und auch warum Becks so sehr um sie kämpft, auch wenn er sie doch eigentlich gar nicht wirklich kennt, wollte mir nicht so ganz in den Kopf. Als er dann einen Satz von Colton mehr oder minder adaptierte, obwohl er doch eigentlich den Eindruck erwecken wollte eine solide Beziehung zu suchen und der Gute zu sein, war auch ihm gegenüber bei mir der Ofen aus. Wenn der einzige Grund der einen Mann der eine Beziehung sucht, einer Frau nachlaufen lässt, der ist, dass diese eine "Voodoo-Muschi" besitzt, dann ist bei mir der Ofen irgendwie erkaltet ;-)
Solch einen Satz erwarte ich von Colton, keine Frage, er kam ja auch von ihm und schließlich war er in den ersten 3 Bänden auch der "Bad Boy" der Serie, nicht jedoch vom anständigen Beckett Daniels. Das passte einfach nicht, auch nicht in einem Gespräch mit Colton.

Und auch wenn ich Haddies Gefühle nachvollziehen konnte, die einfach nur Angst hat selber an Krebs zu erkranken, kamen diese einfach nicht an mich heran und die Liebesgeschichte von Haddie und Becks hat mich kein bisschen berührt.
Da konnte dann auch der gute und flüssige Schreibstil von K. Bromberg wirklich nichts mehr bei mir retten und ich war froh, als ich die letzte Seite gelesen hatte.
Schade um einen wirklich guten Storyansatz der ein Pageturner hätte werden können, es für mich dann aber leider nicht war. Wenn einem die handelnden Personen von Anfang an plötzlich unsympathisch sind, dann ist da leider nicht mehr viel zu machen.
Haddies "Komm her, geh weg" war dann nach dem zweiten Mal einfach nur noch nervig und das Beckett ihr hinterhergelaufen ist wie ein treues Hündchen hat die Handlung nicht besser gemacht. Da konnte er noch so oft daherreden wie der harte Macho wenn er mit Haddie im Dialog war, seine Taten sprachen für mich überwiegend eine ganz andere Sprache und ich konnte diese irgendwann nicht mehr nachvollziehen.

Daher kann ich heute auch leider nur 2,5 von 5 Punkten vergeben und hoffe, dass mich der nächste Band um Coltons Schwester Quinlan wieder besser abholen wird.



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