Sonntag, 31. Dezember 2017

Das Lächeln der Frauen von Nicolas Barreau


Das Lächeln der Frauen, Nicolas Barreau
Piper, 324 Seiten

Klappentext

Die Restaurantbesitzerin Aurelie hat Liebeskummer: Von einem Tag auf den anderen wurde sie von ihrem Freund verlassen. Unglücklich streift sie durch Paris und stößt in einer Buchhandlung auf einen Roman, der gleich in den ersten Sätzen nicht nur ihr Lokal, sondern auch sie selbst beschreibt. Natürlich möchte Aurelie den Autor kennenlernen, doch der ist leider sehr menschenscheu, erzählt der Lektor des französischen Verlags. Aber Aurelie gibt nicht auf.

Meine Meinung

Zum Glück hatte ich mir bei meiner letzten Rebuy Bestellung direkt einige Bücher von Nicolas Barreau bestellt, so dass ich nach "Paris ist immer eine gute Idee", welches mich ja völlig begeistert hatte, direkt mit dem Autor weitermachen konnte.
Nachdem ich die Klappentexte der drei verbleibenden Bücher gelesen hatte, fiel meine Wahl auf "Das Lächeln der Frauen".

Restaurantbesitzerin Aurelie wird von ihrem Freund Knall auf Fall verlassen und zieht entsprechend enttäuscht durch die Straßen von Paris. Als ein Polizist denkt, dass sie von einer Brücke springen möchte und sie nicht mehr in Ruhe zu lassen gedenkt, flüchtet sie in eine kleine Buchhandlung.
Dort greift sie spontan nach einem Buch mit dem Titel "Das Lächeln der Frauen" und liest dies in einer einzigen Nacht begeistert durch. Hiernach hat sie nur noch einen Wunsch, den Autor Robert Miller kennenzulernen.
Lektor Andre hat ein ganz anderes Problem. Er hat es versäumt seinem Verleger zu erzählen, dass er "Das Lächeln der Frauen" geschrieben hat und nicht etwa der scheue Engländer Robert Miller. Jetzt soll dieser jedoch an einer Lesung teilnehmen oder besser noch, eine ganze Lesereise absolvieren. Jetzt ist guter Rat natürlich teuer.
Aber noch schlimmer ist, Andre schwärmt für die Restaurantbesitzerin Aurelie, die ihrerseits nur Augen und Ohren für Robert Miller zu haben scheint.

Der Plot der Geschichte war mir irgendwie nicht fremd und doch interessierte er mich sehr, wie Nicolas Barreau das "Schlamassel" lösen würde. Das gelang ihm wie ich finde, sehr gut.
Leider jedoch hatte ich mit der grundsätzlich wirklich schönen Geschichte ein Problem, ich mochte Aurelie nicht 😢 Bereits auf den ersten Seiten, als sie sich in den Kopf gesetzt hatte mit Robert Miller in Kontakt zu treten, da war sie mir zu aufdringlich, zu dreist. So etwas mag ich leider gar nicht. Menschen, die sich in den Kopf setzen "Ich will das jetzt, die ganze Welt muss das mit mir wollen und wenn der andere nicht will, dann gehe ich ihm und denjenigen die mit helfen sollen das zu erreichen was ich möchte, gehörig auf die Nerven". Puh 😉 Anders kann ich Aurelie leider nicht beschreiben. So sympathisch sie sicher sein sollte, sie ging mir auf die Nerven und ich konnte spätestens da nicht mehr verstehen, wie Andre sich zu ihr hingezogen fühlen kann.
Das wurde dann zwar im Laufe des Buches besser, aber nie so, dass ich Aurelie mögen konnte.Schade.
Sehr mochte ich dagegen den etwas chaotisch wirkenden Andre, der wirklich, bei aller Dreistigkeit Aurelies, die Nerven behält. Ich hätte sie bereits zu Anfang in ihre Schranken verwiesen und dann wäre die Geschichte beendet gewesen 😀
Wer "Paris ist immer eine gute Idee" wie ich vorher gelesen hat, trifft auch zwei alte Bekannte, den Verleger Montsignac und seine Lektorin Mademoiselle Mirabeau von der Editions Opale, die nicht nur Max Marchaise sondern eben auch Robert Miller herausgebracht haben.
Ich bin gespannt, ob der laute aber sympathische Verleger auch noch in anderen Geschichten auftauchen wird. Das fände ich persönlich sehr schön.

Grundsätzlich mochte ich daher die Romanidee sehr gerne und auch alle handelnden Protagonisten bis auf Aurelie, aber dennoch kam die Geschichte nicht an den absoluten Charme von "Paris ist immer eine gute Idee" heran.
Ich kann daher diesmal nur 3,5 von 5 Punkten geben, auch wenn die Geschichte dennoch absolut empfehlenswert bleibt und alle Kritikpunkte lediglich auf persönlichem Empfinden beruhen.


Montag, 25. Dezember 2017

Paris ist immer eine gute Idee von Nicolas Barreau


Paris ist immer eine gute Idee, Nicolas Barreau
Piper, 365 Seiten

Klappentext

Rosalie ist Besitzerin eines kleinen Postkartenladens in St. Germain. Als der berühmte Kinderbuchautor Max Marchais ausgerechnet sie bittet, sein neues Buch "Der blaue Tiger" zu illustrieren, kann Rosalie ihr Glück kaum fassen. Kurze Zeit später stürmt ein aufgebrachter junger Literaturprofessor aus New York in die Papeterie, der sie beschimpft, die Geschichte gestohlen zu haben. Empört weist Rosalie diesen unglaublichen Vorwurf zurück. Doch dann beginnt sie zu ahnen, dass die Kindergeschichte ein Geheimnis birgt.

Meine Meinung

Jahrelang bin ich um die Bücher von Nicolas Barreau herumgeschlichen, habe aber nie eins gelesen. Und ob es nun einen Nicolas Barreau gibt oder Daniela Thiele vom Thiele Verlag die Bücher selber geschrieben hat und einen französischen Autoren erfunden.......ich bin maximal verliebt in den Schreibstil und habe das Buch regelrecht verschlungen.
Wie konnte ich so lange warten? Oder kommt das Beste vielleicht doch zum Schluss?
Es ist wie mit Lucinda Riley, die ich letztendlich auch erst sehr spät für mich entdeckt habe. Aber eben auch nicht zu spät 😊

Auf dem Buchrücken steht, "Pariser Lebensgefühl und die Suche nach dem Glück. Ein Roman, der etwas durch und durch Liebevolles hat" und dem kann ich nur absolut zustimmen.
Zudem war ich gerade Ende Oktober erst in Paris und konnte mich an so viele Schauplätze und Begebenheiten erinnern, daran, wie die Franzosen beschrieben werden.....es war einfach nur schön und ich muss das Pariser Lebensgefühl unbedingt öfter haben.

Aber nun endlich zur Geschichte:
In die Hauptfigur, Rosalie, habe ich mich sofort verliebt. Die junge Frau liebt die Farbe blau, ihren kleinen Hund William Morris und ihr beschauliches Leben in Paris. Sie mag die kleinen Dinge und scheint immer ein glückliches Lächeln auf den Lippen zu haben. Hier wird eine Frau gezeichnet von der zumindest ich sofort gedacht habe, "So möchte ich auch sein und mein Leben verbringen", sympathisch, ruhig und lebensfroh. Rosalie geht ganz auf in ihrer kleinen Papeterie und wünscht sich, viel mehr Menschen würden auch im Zeitalter der SMS und E-Mail weitaus mehr Briefe und persönliche Karten schreiben. Auch das kann ich absolut nachvollziehen, habe ich früher unheimlich viele Briefe geschrieben und freue mich über jede liebe Karte die ich noch heute bekomme (und nicht über die Rechnungen die stattdessen immer im Briefkasten landen).
Rosalie hat einen Freund, den Peronal Trainer Rene und ihr Glück scheint perfekt, als ihr Lieblings-Kinderbuchautor sie bittet, die Illustrationen zu seinem neuen Kinderbuch zu übernehmen.

Alles könnte so schön sein, wäre da nicht plötzlich der Amerikaner Robert Sherman der behauptet, Max Marchaise habe die Geschichte des blauen Tiger geklaut, eine Geschichte, die seine Mutter ihm als kleinem Jungen geschrieben habe.
Auch Robert ist eigentlich nur kurz nach dem Tod seiner Mutter zufällig in Paris, da er sich darüber klar werden muss, ob er eine Gastprofessur an der Sorbonne übernehmen möchte oder doch in New York in die Fußstapfen seines verstorbenen Vater treten und fortan als Rechtsanwalt arbeiten.

Und auf der Suche nach der Wahrheit, kommen sich Rosalie und Robert Stück für Stück näher.

Wie bereits erwähnt mochte ich Rosalie einfach nur gerne. Ihre Art zu leben, das Leben zu sehen und ihre ganzen Wünsche und Hoffnungen waren mir so nah. Ich konnte mich blendend in sie hineinversetzen.
Und auch Robert war mir von Anfang an sympathisch, ebenso wie der etwas griesgrämige Autor Max Marchaise. Und selbst Rene, den manchmal etwas nervigen und völlig unpassenden Freund von Rosalie, muss man auf seine Art mögen.

Bei Paris ist immer eine gute Idee handelt es sich für mich für ein absolutes Wohlfühlbuch in dem man wunderbar versinken kann und nach Möglichkeit so schnell nicht mehr auftauchen mag. Der Autor versteht es, so bildhaft zu schreiben, dass man sich wirklich alles vorstellen kann, die Orte, die Geschehnisse, die Menschen, deren Gefühle.....alles! Und das muss jemand der Geschichten schreibt erst einmal hinbekommen.
Von daher, egal ob es sich bei Nicolas Barreau um einen Mann oder eine Frau handelt, egal ob französisch oder deutsch, er oder sie hat meinen absoluten Respekt für diese schriftstellerische Leistung. Mit solch leisen und netten Tönen komplett abgeholt, hat mich schon lange niemand mehr, auch Lucinda Riley nicht, die immer absolut nah dran ist.

Natürlich 5 von 5 Punkten (und ich mache sofort mit "Das Lächeln der Frauen" weiter).

Weihnachtliche Neuzugänge 2017

Da ich Weihnachten nur noch mit meiner Tochter feiere, tausche ich seit einigen Jahren mit ein paar (genauso leseverrückten) Freundinnen Geschenke aus, die dann meist auch buchiger Natur werden 💝💝 Da macht das auspacken unter dem Weihnachtsbaum doch doppelt so viel Freunde, auch wenn die Bücher natürlich allesamt von meiner umfangreichen Wunschliste kommen 😍 Die ist allerdings auch so groß und gut gefüllt, dass ich meistens nicht weiß, was ich dann tatsächlich geschenkt bekomme. So muss es sein.

Ihr seht hier also neben meiner "Ich kauf nichts" Challenge meine Neuzugänge von unter dem Weihnachtsbaum, über die ich mich allesamt seeeeeeeehr gefreut habe.


Kennt Ihr Snöfried aus dem Wiesental von Andreas H. Schmachtl, dem Erfinder von Tilda Apfelkern? Den ersten Teil hatte ich mir 2015 von meinem Gebutstagsgutschein gekauft und wirklich gerne gelesen. Die Figut des Snöfrid, so griesgrämig und eigenbrödlerisch und trotzdem drollig hat mir so gut gefallen, ich musste jetzt einfach auch den zweiten Teil haben. Die Illustrationen sind teilweise nicht so groß wie bei Tilda Apfelkern, aber wirklich schön gezeichnet. Und ich liebe ganz einfach Snöfrid!

Und mit Weihnachten in Briar Creek ist jetzt auch der letzte der bisher erschienen Teile der Briar Creek Reihe eingezogen. Diesen sollte ich eigentlich zum Geburtstag bekommen habe, aber er kam nicht mehr rechtzeitig an, so dass ich ihn jetzt nicht vor Weihnachten lesen konnte. Aber da macht nichts, zu Not lasse ich ihn bis zum nächsten Jahr liegen und freue mich im Frühjahr/Sommer bereits auf Weihnachten 😊


Und dann gab es die Manhattan-Trilogie (ich weiß gerade gar nicht wie sie richtig heißt) von Sarah Morgan, da ich deren sympathischen Schreibstil und die herzerwärmenden Figuren wirklich mag. Ihre Geschichten haben keinen großen Anspruch, aber das müssen sie für mich auch nicht haben, ich kann ganz wunderbar mit ihnen entspannen!


Und von der gleichen Autorin die ersten beiden Bände der Puffin-Island-Trilogie auf die ich ebenso gespannt bin. Sie sollen sich ja ein klein wenig von den anderen Büchern und Reihen der Autorin unterscheiden (?) Ich lasse mich überraschen.


Und zu guter Letzt der zweite Band der Lost in Love Reihe von Marie Force, die ich schon länger weiterlesen mag, aber irgendwie nie dazu kam. Ich glaube auch ihre Gansett Island Reihe habe ich nach dem dritten Band erst mal unterbrochen und muss mir die restlichen Bände jetzt endlich mal kaufen. Aber......so many books, so litte time 😞
Und dennoch, es bleibt ein schönes Hobby und kein Wettbewerb!

Habt Ihr Bücher zu Weihnachten bekommen? Und wenn ja, welche?

Freitag, 22. Dezember 2017

Die sieben Schwestern von Lucinda Riley



Die sieben Schwestern, Lucinda Riley
Goldmann, 537 Seiten

Klappentext

Maia ist die älteste von sechs Schwestern, die alle von ihrem Vater adoptiert wurden, als sie sehr klein waren. Sie lebt als Einzige noch auf dem herrschaftlichen Anwesen ihres Vaters am Genfer See, denn anders als ihre Schwestern, die es drängte, draußen in der Welt ein ganz neues Leben als Erwachsene zu beginnen, fand die eher schüchterne Maia nicht den Mut, ihre vertraute Umgebung zu verlassen. Doch das ändert sich, als ihr Vater überraschend stirbt und ihr einen Umschlag hinterlässt – und sie plötzlich den Schlüssel zu ihrer bisher unbekannten Vorgeschichte in Händen hält: Sie wurde in Rio de Janeiro in einer alten Villa geboren, deren Adresse noch heute existiert. Maia fasst den Entschluss, nach Rio zu fliegen, und an der Seite von Floriano Quintelas, eines befreundeten Schriftstellers, beginnt sie, das Rätsel ihrer Herkunft zu ergründen. Dabei stößt sie auf eine tragische Liebesgeschichte in der Vergangenheit ihrer Familie, und sie taucht ein in das mondäne Paris der Jahrhundertwende, wo einst eine schöne junge Frau aus Rio einem französischen Bildhauer begegnete. Und erst jetzt fängt Maia an zu begreifen, wer sie wirklich ist und was dies für ihr weiteres Leben bedeutet.

Meine Meinung

Auf der Suche nach dem nächsten Buch das ich von Lucinda Riley nach Der Engelsbaum lesen könnte, griff ich zielstrebig und ohne lange nachzudenken nach dem ersten Band der sieben Schwestern Reihe der Autorin.
Unmittelbar nah dem Tod ihres Adoptivvaters Pa Salt, erhalten die sechs Schwestern d´Apliese von diesem jeweils einen verschlossenen Umschlag, der ihnen nun einen Hinweis auf deren Vergangenheit geben soll. Nach der Testamentseröffnung im Haus Atlantis am Genfer See, aus welchem alle Schwestern bis auf die älteste, Maia, bereits ausgezogen sind, machen sich die Schwestern nun auf, ihre jeweilige Vergangenheit zu ergründen.
Und hier verfolgen wir als Leser zunächst Maia, auch wenn die anderen Schwestern ihre Umschläge parallel erhalten haben.
Maia fliegt nach Rio de Janeiro, wo sie sich zusammen mit dem Schriftsteller Floriano Quintelas, deren Erstlingswerk sie im Rahmen ihrer Tätigkeit als Übersetzerin vom portugiesischen ins französische übertragen hatte, auf die Suche macht.
Von Pa Salt hatte sie die Koordinaten zur Villa bekommen, in der sie geboren sein sollte.
Hier trifft sie auf die Frau, die ihre Großmutter sein soll, sowie deren Haushälterin Yara.
Von dieser erhält sie Briefe, die Maia nach Rio de Janeiro im Jahr 1928 katapultieren.

Wie gewohnt schreibt Lucinda Riley auf zwei Zeitebenen. Durch die Briefe erlebt Maia die Geschichte ihrer Urgroßmutter Izabela, die im Jahr 1928 kurz vor ihrer Hochzeit noch mit einer Freundin einige Monate in Europa verbringen darf.
Hier lernt sie in Paris den Bildhauer Laurent kennen und das Schicksal nimmt seinen Lauf.

Lucinda Riley zeichnet gewohnt sympathische Figuren, deren Schicksale man gerne erfahren möchte. Besonders Maia mochte ich sehr, die einerseits an ihrem Pa Salt gehangen hat und jahrelang keinen Grund hatte ihre Vergangenheit zu erforschen, sich nun aber neugierig auf die Reise macht. Und auch Izabela, die hin und her gerissen ist zwischen ihrer Verpflichtung, einen netten Mann zu heiraten den sie nur mag und ihrer großen Liebe, war mir überaus sympathisch.

Allerdings muss ich auch sagen, dass die Geschichte leider sehr leise und etwas schleppend daher kommt. Es passiert nicht viel und Aufregung darf man nicht erwarten. Dafür jedoch eine schön erzählte Familiengeschichte.
Was mich definitiv allerdings etwas störte war die Tatsache, dass Izabela die Geschichte dominiert hat und nicht Maia. Das hatte ich mir doch anders vorgestellt und auch gewünscht. Das war mir dann alles zu kurz, zu knapp, zu abgehackt. 50/50 wäre schön gewesen. Allerdings schafft Lucinda Riley es auf jeden Fall, die gesamte Geschichte zufriedenstellend aufzulösen.
Schlussendlich habe ich jedoch nicht wirklich verstanden, weshalb es um Izabela so vermehrt geht, auch wenn ihre Geschichte schön erzählt wird, aber nicht um Maias Großmutter Beatriz oder Maias Mutter Christina, die nur am Rande Erwähnung findet.
Auch wenn ich grundsätzlich zufrieden zurückgeblieben bin, hätte ich mir alles etwas anders gewünscht und erwartet.

Daher kann ich diesmal leider auch nur 4 von 5 Punkten geben, da trotz der wirklich schönen Geschichte leider zu viele Punkte für mich nicht stimmig waren.
Trotzdem denke ich, dass die Reihe über die sieben Schwestern wieder etwas ganz besonderes werden wird und wir den letzten Band wohlig seufzend und etwas wehmütig schließen werden 😊

Samstag, 16. Dezember 2017

Abgebrochen: Winterzauber in Manhattan von Mandy Baggot



Winterzauber in Manhattan, Mandy Baggot
Goldmann, 567 Seiten

Klappentext

Die Engländerin Haley und ihre Tochter Angel sitzen im Flieger Richtung New York, um im Big Apple Weihnachten zu feiern. Begeistert stürzen sie sich ins Abenteuer: Kutschfahrten im Central Park, Schlittschuhrunden am Rockefeller Center und Bummel auf der 5th Avenue. Doch die Stadt, die niemals schläft, hat mehr zu bieten - und Angel hat einen Herzenswunsch: ihren Vater kennenzulernen. Während Haley sich auf die Suche nach dem Mann macht, mit dem sie die eine folgenreiche Nacht verbrachte, läuft sie Oliver über den Weg: Milliardär und Weihnachtsmuffel - bis jetzt. Denn dieses Fest könnte auch für ihn zu einem Fest der Liebe werden.

Meine Meinung

Mich hatte Winterzauber in Manhattan sofort angesprochen als ich auf der Suche nach Weihnachtsbüchern für dieses Jahr war. Dieses Jahr wollte ich ab Mitte November nur noch Weihnachtsbücher lesen um so richtig in Stimmung zu kommen.
Also hatte ich mir das Buch zu meinem Geburtstag schenken lassen und auch sehr gefreut.
Und durch den Schnee am letzten Wochenende kam ich dann wirklich endlich in Stimmung mit dem lesen von Weihnachtsbüchern anzufangen und griff nach dem schönsten Cover (es glitzert wirklich ganz zauberhaft 💖) und dem Klappentext der mich am meisten angesprochen hatte.

Leider bekam ich für mich nicht das, was ich erwartet hatte.
Am schwierigsten fand ich, dass ich Oliver Drummond nicht mochte. Der Milliardär schwankte von Anfang an von einem ins andere Extrem. Entweder er "leidete" vor sich hin und versuchte seiner Umgebung klar zu machen, dass er bald sterben wird da sein Vater und jüngerer Bruder auch gestorben waren, schließlich läge das in der Familie (seine Assistentin tat mir unheimlich leid) oder er zieht mit seinem Freund Tony um die Häuser und säuft und schleppt eine Frau nach der anderen ab, nur um dann am nächsten Morgen völlig verkatert zur Arbeit zu kommen und wieder vor sich hin zu leiden, besonders wenn seine Mutter ihn überreden möchte, Weihnachten zu ihr zu kommen.
Solche Männer kann ich persönlich nicht ernst nehmen und noch viel weniger leiden.
Bei solchen Männern kann ich mir auch nicht vorstellen, dass auch nur eine Frau sich in sie verlieben könnte. Da Winterzauber in Manhattan aber nun auch eine Liebesgeschichte ist.....nein 😒

Und dann Haley und ihre Tochter Angel. Fand ich Haley super sympathisch, war mir Angel einfach too much. Angel soll im Buch 9 Jahre alt sein, redet aber wie die beste Freundin von Haley mit Mitte 20. Man hat zu keiner Zeit das Gefühl, es wirklich mit einem neunjährigen Kind zu tun haben. 
Sicher, es gibt Kinder die sind weiter als andere, es gibt hochbegabte und altkluge, aber es sind eben noch Kinder. Angel war einfach rundherum zu viel und ganz und gar nicht altersgerecht gezeichnet. 
Das hat mich genervt.

Da half auch Haley nicht mehr, die ich wirklich mochte, die schlagfertig ist aber nicht aufdringlich. Ich konnte mich einfach nicht mehr auf die Geschichte einlassen. Und nachdem mir schon nach rund hundert Seiten klar war, dass dies nicht meine Geschichte werden würde, habe ich auf Seite 257 endgültig abgebrochen.
Das Leben ist einfach zu kurz für Bücher, die einen nicht vollständig fesseln können und durch die man sich irgendwie "durchquälen" muss.

Montag, 11. Dezember 2017

Lockwood & Co - Das grauenvolle Grab von Jonathan Stroud



Lockwood & Co. - Das grauenvolle Grab, Jonathan Stroud
cbj, 488 Seiten

Klappentext

Mindestens vier Tote sind uns ganz dicht auf den Fersen!
Wir hatten keine andere Wahl - und zudem waren wir mit unseren Kräften völlig am Ende. Meine Freunde und ich stolperten in verzweifelter Hast den Flur entlang, aber wir hörten unsere grausigen Verfolger schon die Treppe hinuntertappen. Gleich würden sie ihre Knochenfinger nach uns recken. Holly und ich schleiften den geschwächten George so schnell wir konnten hinter uns her, Kipps fluchte wüst. Wir taumelten durch den Torbogen ins Zwielicht - und blieben wie angewurzelt stehen.
Der Weg war versperrt.
Die Jagd war zu Ende.
Vor uns lag der Trafalgar Square - und dort wimmelte es nur so von Londons Toten.

Meine Meinung

Ein Jahr hat es gedauert bis endlich die Fortsetzung der Lockwood & Co. Reihe in meinen Händen landen sollte. Und dann soll es plötzlich der letzte Teil sein? 😢
Aber wie heißt es so schön, man soll aufhören wenn es am Schönsten ist und das trifft wohl auch auf diese Reihe von Jonathan Stroud zu, die in meinen Augen gut aufgelöst wird.
Merkte man in den letzten Bänden schon, dass es immer weniger um die einzelnen Fälle ging und sich die Stränge um das "Große und Ganze" immer mehr verwoben, ging es diesmal um die Identität der Penelope Fittes, die es von den Agenten aufzulösen galt.
Das machten sie dann alle wieder in gewohnt toller Manier und Lockwood, Lucy, George, Kipps und Holly werden mir eindeutig fehlen. Oder gibt es etwa doch einen "Neuanfang"?
Ich denke hier hat Jonathan Stroud sich alle Türen offen gelassen und was passiert, passiert.



Ich bin allerdings mit dem Ende so zufrieden, dass es wegen mir auch bei den 5 Bänden bleiben könnte, damit sich die Reihe nicht irgendwann mal totläuft. Wenn nichts mehr neues kommt und die Geschichte sich im Kreis dreht. Das könnte hier durchaus geschehen.
Bei mir wäre dieser Punkt langsam erreicht gewesen.
Froh war ich jedoch auch, dass zunächst noch der Auftrag um die La Belle Dame Sans Merci eingefügt wurde, sonst wäre es in meinen Augen keine ordentliche Lockwood Geistergeschichte geworden.

Mein absoluter "Lieblingscharakter" war aber auch diesmal wieder das Geisterglas 😈 Seine Sprüche und die Dialoge mit Lucy begeistern mich von Band zu Band aufs Neue, auch wenn für mich eindeutig Parallelen zu Barthimäus da waren 😊 Und ich liebe Barthimäus ebenso (auch wenn ich bislang hier nur Band 1 gelesen habe). Hier hat mir allerdings das Ende so gar nicht gefallen, aber wer weiß wohin die Reise noch gehen wird!

Alles in allem wieder eine ganz toll erzählte Geschichte, die zu keiner Zeit langweilig wird.
Jonathan Stroud schreibt gewohnt flüssig und spannend. Bis zum Ende wusste ich nicht, wie das Geheimnis um Penelope Fittes aufgelöst werden würde. Sehr gut gemacht und gar nicht vorhersehbar!
Das ist sowieso etwas das ich an Jonathan Stroud bewundere, dass seine Geschichten nicht wirklich vorhersehbar sind und einen bis zum Schluss bei Atem halten. Zumindest ging es mir so.

Daher gebe ich auch für diesen Band wieder 5 von 5 Sternen und freue mich über alles, was von diesem Autor noch kommen wird. Ich werde sämtliche seiner Bücher verschlingen (einschließlich der, die noch zu Hause auf mich warten 😊



Montag, 4. Dezember 2017

Beautiful Liars von Katharine McGee



Beautiful Liars, Katharine McGee
Ravensburger, 508 Seiten

Klappentext

Manhattan, 2118: Im Penthouse des höchsten Gebäudes der Welt feiern die Reichen und Schönen eine rauschende Party. Für fünf von ihnen wird nach dieser Nacht nichts mehr so sein wie zuvor. Die wunderschöne Avery, die intrigante Leda, die verführerische Eris, die verzweifelte Rylin, der ehrgeizige Watt - einer von ihnen wird den Abend nicht überleben.

Meine Meinung

Obwohl ich nicht auf Serien wie Pretty Little Liars und Co. stehe, hat mich dieses Buch sofort angesprochen und so musste ich es mir vom Geburtstagsgutschein sofort holen.
Und ich kann sofort sagen, ich habe es nicht bereut.

Die Dystopie beginnt indem wir die handelnden Charaktere sowie die Systematik des Towers in dem diese leben, nach und nach kennenlernen. Dies mutet zunächst etwas schleppend an, für mich war es jedoch wichtig, mir das höchste Gebäude der Welt (das Penthouse in dem Avery und Altlas mit ihrer Familie leben liegt 2,5 Meilen über der Erde = rd. 4 km) überhaupt vorstellen zu können. Und auch wenn wirklich alles in diesem Gebäude liegt, wie Einkaufsstraßen, die jeweiligen Highschools und sogar ein Park und Straßen nachgebildet wurden, sogar mit Bäumen und nicht nur einzelne Wohnungen, so gibt es doch das normale New York und die Welt noch außerhalb des Towers.
Für mich derzeit unvorstellbar, dass es ein solches Leben geben kann, auf meinem Pferdehof am Popo der Welt 😂
Hier kommen die unterschiedlichsten Schichten zusammen, Avery, Leda und Eris von ganz oben, Watt aus der Mitte und Rylin aus den untersten Etagen. Langsam fügen sich deren Leben und Geschichten zusammen und das was passiert, kann noch sehr spannend werden. Jedes Kapitel wird aus der Sicht einer anderen der 5 Hauptpersonen geschrieben, was anfangs etwas ungewöhnlich ist, jedoch wenn man sich erst an die Systematik gewöhnt hat nicht sonderlich schlimm, da die Kapitel nur recht kurz und übersichtlich sind. Zudem bekommen die 5 immer mehr miteinander zu tun, so dass die Handlung sich langsam aber sich zu einem Strang verwebt.
Und genau das macht die Handlung spannend und zum Ende des Buches hin kommt auch richtig Spannung auf so dass ich hoffe, dass es dann in Band 2 Schlag auf Schlag weitergehen wird, da sich die erklärenden Worte zum Tower und den Personen dann ja erübrigen.
Wird Avery doch noch glücklich werden? Bekommt Watt das Mädchen das er liebt? Und was wird aus Rylin und Cord? 
Der Cliffhanger zum Ende war zu erwarten aber ich bin jetzt so gespannt, wie die Intrigen und Heimlichkeiten zwischen den Towerbewohnern weitergehen.
Vielleicht schaue ich auch doch mal Pretty Little Liars.

Auf jeden Fall bekommt der Start der Trilogie von Katharine McGee von mir die volle Punktzahl von 5 💓

Samstag, 25. November 2017

Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast von Barbara Sher


Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast von Barbara Sher
dtv, 285 Seiten

Klappentext

Erfolgsautorin Barbara Sher befasst sich in ihrem neuen Buch mit dem Scanner; einem Menschentypus, für den die Welt ein großer Süßigkeitenladen ist, voller Verheißungen. 
Sein Problem ist nur: Zu welcher Süßigkeit soll er zuerst greifen? Doch Barbara Sher hat etliche ebenso ungewöhnliche wie lebenspraktische Ratschläge parat, wie Scanner aus ihrer Not eine Tugend machen können.

Meine Meinung

Das Buch von Barbara Sher wurde mit nach einem Bericht auf meinem anderen Blog empfohlen, wo es darum ging, ob man zu viele Hobbies haben kann.
Jahrelang habe ich mich ganz schrecklich gefühlt da ich immer dachte, ich hätte keine Selbstdisziplin. Ich habe angefangen Bücher zu schreiben, schon in ganz jungen Jahren, sie aber nie fertiggestellt oder veröffentlicht. Ich war intensiv Wrestling Fan und habe Meerschweinchen und Chinchillas gezüchtet, mich intensiv mit Nagetieren und Kleinsäugern beschäftigt und war sogar freie Autorin in diesem Bereich. Ich habe angefangen Französisch, Russisch und Italienisch zu lernen und nichts davon weiter verfolgt.
Ich sage mir immer, das ich dieses und jenes tun werde und kann mich bei meinen 1000 unterschiedlichen Interessen dann doch wieder nicht entscheiden und mache gar nichts oder irgendetwas das ich nicht wirklich tuen mag halbherzig und nachlässig.
Und dann war ich wieder total unzufrieden, dass ich einfach keine Selbstdisziplin habe mein Leben so in den Griff zu bekommen wie so viele andere Menschen um mich herum.

Bis jetzt.
Ich bin Scannerin. Oder besser noch, Sibyllinische Scannerin.
Scanner sind Vielbegabte Menschen. Vielinteressierte Menschen. Wir sind intelligent, können uns aber nicht für einen konkreten Lebensweg entscheiden.
Wir haben mehrere Interessensgebiete und springen von Blume zu Blume, immer auf dem Weg zu noch mehr Wissen.
Wir gehen nicht den klassischen Lebensweg Job, ein oder zwei Hobbies und Familie. 

Ich fand diese Tatsache jahrelang ganz schrecklich. Dachte ich wollte doch auch nur einen tollen Job, eine Familie und ein oder zwei Hobbies in denen ich zu Perfektion gelange und die mich mein Leben lang ausfüllen.
Aber ich bin so nicht und das ist auch gut so.

Wenn Du also auch das Gefühl hast 1000 Interessen zu verfolgen aber nichts wirklich auf die Kette zu bekommen, dann ist "Du musst dich nicht entscheiden wenn du tausend Träume hast", vielleicht auch das richtige Buch für Dich.
Mein Leben hat es auf jeden Fall verändert.

Barbara Sher beschreibt hier die unterschiedlichen Typen von Scannern und gibt praktische Tipps, wie jeder einzelne Scannertyp sein Leben in den Griff bekommen kann. Da ist für jeden etwas dabei, so wie ich sofort festgestellt habe, dass ich eine sybillinische Scannerin bin, da ich hier die meisten Übereinstimmungen hatte. Natürlich habe ich mich auch in anderen Scannertypen bei dem einen oder anderen Punkt wiedererkannt, aber so intensiv wie hier war es nirgendwo.
In meinem Job bin ich erfolgreich, aber in meinen privaten Interessen mangelt es mir an Zielstrebigkeit, so dass vieles unabgeschlossen bleibt.
Ich möchte so viele Dinge mit meiner jungen Stute machen, ihr so vieles beibringen, beim Wollen bleibt es dann aber auch meistens. Ich möchte meine nächsten Touren planen und meine bisherigen Touren in einem Scrapbook sammeln. Und überhaupt möchte ich viel mehr Blogbeiträge schreiben und dafür lesen, lesen, lesen. Und Französisch lernen nicht zu vergessen, das wollte ich ja auch endlich weiter fortführen.
Und durch Barbara Sher habe ich gelernt, Strukturen zu setzen, meinen vielen Interessen eine Richtung zu geben. Und es wirkt, es läuft an, ich fühle mich weitaus positiver.

Aber am meisten hat mir geholfen zu realisieren, dass es mehr Menschen gibt wie mich und das wir etwas Besonderes sind und eben keine undisziplinierten Spinner die es zu nichts bringen werden ich ihrem Leben.
Ich habe schon so viel erreicht und werde noch viel mehr erreichen wenn ich es einfach gezielter und Strukturierter angehe. Dabei hat mir dieses Buch bereits ein großes Stück geholfen.

Ich bin Scannerin und das ist völlig toll so. Ich möchte gar nicht anders sein.

Und für die Tatsache, dass ich seit der Lektüre dieses Buches so gelassen bin, gebe ich volle 5 Sterne.










Mittwoch, 15. November 2017

Almost a Fairytale - Verwunschen von Mara Lang



Almost a Fairytale - Verwunschen, Mara Lang
Ueberreuter, 394 Seiten

Klappentext

Es war einmal ...
Aeromobile, Sicherheitsdrohnen und »Tischlein Deck Dich«-Fastfoodketten:
Die junge Magische Natalie lebt in einer modernen Märchenwelt, die nach höchstem technischen Standard funktioniert. Und auch wenn es Schlösser, Einhörner, Riesen – und Prinzen – gibt, ist alles Magische festen Regeln unterworfen.
Als Natalie ihr Herz an Prinz Kilian verliert und ihm in einer brenzligen Situation helfen will, benutzt sie verbotenerweise Magie. Damit bringt sie einen Stein ins Rollen, der nicht nur ihr Leben aus den Fugen geraten, sondern auch die Gesellschaft in ihren Grundfesten erschüttern lässt.


Meine Meinung

Kaum hatte ich das Buch gesehen, hatte es mich auch schon in seinen Bann gezogen und schnell war klar, welche Geschichte ich mir u.a. von einem Geburtstagsgutschein kaufen würde.
Und ich habe es nicht bereut. Mit Almost a Fairytale - Verwunschen, erwartet Euch der erste Teil einer Diologie, der Euch in eine wahrhaft magische Welt entführt.
Mitran, eine moderne Stadt mitten in Deutschland (anhand der Schwebebahn würde ich mal auf Wuppertal tippen :-) ), in der magische Wesen zusammen mit den Menschen leben.
Da gibt es Hexen und Magier, aber eben auch Trolle und Einhörner, Riesen, Drachen oder auch Pixies (nervige, sprechende Pilze).
In dieser Welt lebt Natalie mit ihrer Freundin Jolly, eigentlich wie zwei normale 17jährige, wäre nicht die Tatsache, dass Natalie eine Hexe ist und diesen winzigen Fakt vor ihrem Freund und großen Liebe Kilian bisher geheim gehalten hat.
Denn Prinz Kilian von Nauders arbeitet für die OMB, die Gesellschaft die das Magische in der Welt in Schach halten soll. Die Nutzung von Magie ist nämlich an gewisse Privilegien gebunden und darf nicht von jedem praktiziert werden. So zum Beispiel Natalie, der es strengstens untersagt ist, ihre Magie zu nutzen.
Als Kilian jedoch in eine brenzlige Situation gerät, möchte sie ihm helfen und nutzt ihre Magie doch. Allerdings ohne zu wissen, welchen Stein sie hiermit ins Rollen bringt und ihr Leben sowie das ihrer Familie, Jolly und Kilian reichlich durcheinander.

Almost a Fairytale ist ein modernes Märchen, das seinen Leser mit reichlich Witz und netten skurilen Ideen einfach abholt. Zumindest ist es mir so ergangen.
Natürlich richtet es sich an jüngere Leser, kann jedoch auch von Erwachsenen locker und leicht gelesen werden.
Die Protagonisten sind sehr sympathisch und sprühen vor guten Einfällen, die einem als Leser nie langweilig werden.
Dazu eine Hexe, die wirklich, wirklich skrupelos ist und ganz viele Verbindungen zu Märchen und Märchenwesen.
Der Schreibstil von Mara Lang ist Leserfreundlich und flott, so dass einem wirklich nie langweilig wird. Die Geschichte hat auch keine einzige Stelle wo sie mal eine Weile dahinplätschert, es geht hier wirklich Schlag auf Schlag weiter.
Lediglich an einigen wenigen Stellen hätte ich mir ein wenig mehr Gefühl gewünscht, das war mir ein wenig zu "mechanisch", auch wenn angeblich Gefühle im Spiel sein sollten.
Nathalies Leben wird allerdings auch wirklich auf den Kopf gestellt und das ihrer Freunde ebenso.

Ich bin jetzt schon gespannt auf den zweiten Teil, der im Februar 2018 erscheinen wird und freue mich die Geschichte dann zügig weiterlesen zu können.
Für diesen ersten Band gebe ich die volle Punktzahl von 5 Sternen, weil er mich von der ersten bis zur letzten Seite mitgenommen hat.

Eine absolute Empfehlung für alle diejenigen von Euch, die Fantasy und Märchen mögen, jedoch keine Lust mehr auf die drölfzigtausenste Märchenadaption haben.


Samstag, 11. November 2017

Neuzugänge November 2017

Ja, ich weiß, seit November gilt die "Ich kauf nichts" - Challange und ich war auch brav. Schwör!
Allerdings habe ich im Oktober, als ich Lucinda Riley für mich entdeckt habe, noch schnell eine Bestellung bei Rebuy fertig gemacht und dort auch einige preiswerte Bücher von Nicholas Bareau gefunden, die ich auch schon immer mal ausprobieren wollte.
Außerdem hatte ich Anfang des Monats Geburtstag und einige Bücher geschenkt bekommen sowie von meinen Kollegen einen Thalia Gutschein, den ich sofort umgesetzt habe :-)
Ich habe also von meinem Geld im November bislang kein Buch gekauft und plane das auch durchzuhalten bis einschließlich Dezember. Im Januar sieht die Welt dann wieder ganz anders aus :-)

Jetzt aber genug geplappert, hier kommen meine Neuzugänge.
Bis auf "Das italienische Mädchen", "Der Liebesbrief" und die drei Bände der 7 Schwestern Reihe, habe ich jetzt alle erschienenen Bücher von Lucinda Riley und freue mich, sie zeitnah entdecken zu dürfen.


Die sieben Schwestern ist nicht von Rebuy, dieses habe ich günstig über den Marketplace als Hardcover erstanden, da ich die Reihe gerne in dieser Ausgabe im Regal stehen hätte.

Die restlichen Bücher sind von Rebuy, haben keins über 2 € gekostet und sind vom Zustand her alle sehr unterschiedlich. Die Mitternachtsrose könnte sogar ungelesen sein so wie das Buch aussieht. Ich bin echt zufrieden.






Dann kamen noch die Bücher von Nicholas Bareau dazu, von dem ich bereits weiß, dass es sich nicht um einen Mann handelt. Warum eine Frau unter einem männlichen Alter ego Bücher veröffentlicht, das entzieht sich meiner Kenntnis :-)




Ich weiß, dass einige Nicholas Bareau lesen, habe bislang aber recht wenig zu den Büchern gehört und lasse mich jetzt einfach mal überraschen.

Von meinem Gutschein für die Thalia habe ich mir einen reduzierten Bildband über Paris gekauft den ich jetzt hier nicht zeige sowie diese beiden Schätze hier:


Almost a Fairytale lese ich gerade und finde es bislang sehr gut und auf Bautiful Liars bin ich auch schon sehr gespannt.

Dann habe ich noch vier weitere Bücher von unterschiedlichen lieben Menschen zum Geburtstag geschenkt bekommen, die ich hoffentlich auch recht bald lesen kann.


Ich konnte meine Briar Creek Reihe erweitern, jetzt fehlt mir nur noch das Weihnachtsbuch.


Ein Buch, das ich dann jetzt ab Ende November lesen werde um mich auf Weihnachten einzustimmen :-)


Und zu guter Letzt noch ein Buch das ich mir interessenhalber hab schenken lassen, da ich mich gerade intensiver mit dem Glück und Glücklichsein beschäftige.

Sind bei Euch in diesem Monat auch schon tolle neue Bücher eingezogen?



Donnerstag, 9. November 2017

Lykke - Der dänische Weg zum Glück von Meik Wiking



Lykke - Der dänische Weg zum Glück , Meik Wiking
Lübbe, 285 Seiten

Klappentext

Ein Glücksforscher auf Reisen

In jedem Land der Welt, unabhängig von Wohnort, Religion oder vermögen, gibt es Menschen, die sich als glücklich - dänisch lykkelig - empfinden. Insgesamt drei Prozent der Weltbevölkerung beschreiben sich so, hat Meik Wiking herausgefunden. Was machen sie anders als die anderen? Und was können wir selbst tun, um glücklich zu sein?
 Meik Wiking stellt die Grundregeln des glücklichen Lebens auf, wissenschaftlich erforscht, weltweit erprobt - und gar nicht so schwer nachzumachen....

Meine Meinung

Nachdem ich den Vorgänger Hygge von Meik Wiking regelrecht verschlungen habe, wollte ich natürlich auch sein neues Buch Lykke gerne lesen.
Danke an den Bastei Lübbe Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Eigentlich bezeichne ich mich zu 97 % der Zeit als einen glücklichen Menschen. Ich habe einen Job der mir wirklich Spaß macht, eine Tochter die ich sehr liebe, zwei tolle Pferde, einen tollen Hund, eine hyggelige Wohnung :-) und auch so viel Spaß im und am Leben.
Und trotzdem lese ich noch sehr gerne Bücher über das Glück, Vielleicht um noch mehr Tipps und Anregungen zu bekommen was ich noch machen könnte um 100 % der Zeit glücklich zu sein oder Abwechslung in mein Leben zu bringen. Es soll ja immer noch Dinge geben die mich glücklich machen könnten und die ich noch nicht ausprobiert habe.
Und da ich gerne ausprobiere, sind Bücher wie Lykke genau das richtige für mich.
Und auch diesmal wurde ich absolut nicht enttäuscht.

Abgesehen davon, dass Meik Wiking einen wirklich sympathischen Schreibstil hat, hat er auch nette und umsetzbare Ideen im Gepäck, wie man sein Leben glücklicher gestalten kann. Vielleicht sind einige Projekte nicht mal eben umzusetzen, wie z.B. den Aufbau einer Bofaelleskaber (quasi einer riesigen Wohngemeinschaft in mehreren zusammenliegenden Häusern, die moderne Kommune), aber es bietet eine Anregung was man selber vielleicht im kleinen Stil machen kann, wenn man sich eine bessere Gemeinschaft in seinem Leben wünscht. Und wenn es nur der Spieleabend als Ritual ist oder die Nachbarschaftshilfe. Es gibt immer einen Weg Meik Wikings Ideen für ein glücklicheres Leben im großen oder kleinen Stil umzusetzen. Wenn man möchte.

Das Buch ist genau wie Hygge auch in mehrere Unterpunkte eingeteilt die da wären:

- Die Schatzsuche
- Wie misst man Glück?

- Zusammensein
- Geld
- Gesundheit
- Freiheit
- Vertrauen
- Freundlichkeit

- Setzen wir die einzelnen Teile zusammen

Vieles von dem was der Autor erzählt ist bekannt, nur leider vergessen wir es im Alltag viel zu schnell. Oder weiß jemand von Euch nicht, dass Geld nicht glücklich macht? 

Einer der Bemerkenswertesten Sätze (auch bekannt) war für mich:
Wir geben Geld aus, das wir nicht haben, um Dinge zu kaufen die wir nicht brauchen, weil wir Leute beeindrucken wollen, die wir nicht mögen.

Gut, oder? Und so wahr!!!!
Ich muss es ja zugeben, ich bin ja auch so ein kleines Konsumopfer. Ich gehe einfach gerne shoppen, habe Spaß an Mode und Büchern und DVDs und und und. Es gibt so viel das mein Herz erfreut.
Und so oft habe ich mir schon vorgenommen kein oder weniger Geld auszugeben um die sauer verdienten Euros vielleicht mal für Erlebnisse zu sparen. Erlebnisse statt Dinge.
Sicherheit statt Dispo.....

Und bei allem mag ich an Meik Wiking, dass er sympathisch daher kommt und so gar keinen Guruhaften Züge hat wie so manch anderer Autor (männlich wie weiblich) von Glücks- und Erfolgsratgebern. Das genau macht Meik Wiking so erfrischend anders.
Man kann etwas machen um glücklicher zu werden, man muss es aber nicht wenn man seinen eigenen Weg zum Glück findet (im Gegensatz zu Menschen die behaupten nur auf eine Art, nämlich ihre, Glücklich werden zu können).

Mir hat der Glücksforscher wieder einige Dinge ins Gedächtnis gerufen, die ich im stressigen Alltag manchmal vergesse.
Und auch ich habe z.B. ausprobiert, beim Abendessen einfach mal eine Kerze auf den Tisch zu stellen und das übrige Licht zu löschen. Mit diesem kleinsten Mittel wurde die Stimmung viel freundlicher als durch das helle Küchenlicht, heimeliger und meine Tochter und ich kamen ins Quatschen. Etwas, das wir schon so lange nicht mehr so intensiv getan haben. Normalerweise essen wir unser Essen, reden dabei etwas und dann räume ich schnell den Tisch wieder ab und sie verschwindet in ihrem Zimmer.
Es sind wirklich die kleinen Dinge, die uns glücklicher machen können. Tag für Tag ein kleines bißchen mehr.
Viel Geld braucht man hierfür wirklich nicht. Genau wie in Hygge sind die Tipps ganz einfach umzusetzen.
Mehr zu Fuß gehen oder Rad fahren kann ja wirklich jeder, oder? Und für mich stimmt es auffallend, es sind Stimmungsaufheller. Das schafft ein Shoppingtripp nur kurzzeitig.

Wer mit wirklich kleinen und einfachen Mitteln sein Glück finden möchte, dem sei Lykke wärmstens ans Herz zu legen.
Ich gebe auf jeden Fall 5 von 5 Sternen da Meik Wiking mich zum lächeln gebracht hat und ich jetzt trotz des gerade erst begonnen Winters einige Vorhaben im Kopf zusammenspinne, die ich auf jeden Fall noch umsetzen mag.
Mission mehr Glück, ich bin dabei!



Dienstag, 7. November 2017

Forbidden von Tabitha Suzuma



Forbidden, Tabitha Suzuma
Oetinger, 446 Seiten


Klappentext


Eine große Liebe – voller Leidenschaft und gegen alle Vernunft Die sechzehnjährige Maya und ihr ein Jahr älterer Bruder Lochan kümmern sich um ihre drei jüngeren Geschwister, während ihre Mutter sich dem Alkohol und ihrem Liebhaber zuwendet. Verzweifelt versuchen die beiden, ihre Familie zu erhalten und kommen sich dabei immer näher. Sie wissen, was der andere denkt und fühlt, geben sich Halt und sind sich gegenseitig Trost. Eines Tages wird mehr aus ihrer Beziehung. Maya und Lochan wissen, dass sie etwas Verbotenes tun, aber ihre Gefühle sind stärker und sie können nicht mehr ohne den anderen sein. Denn: Wie kann sich etwas Falsches so richtig anfühlen? Sensibel und eindringlich erzählt Tabitha Suzuma von einer bedingungslosen Liebe über alle Grenzen hinweg. Ein Tabuthema, dass bewegt, fesselt und lange nachklingt.

Meine Meinung

Lange, lange hatte ich überlegt, ob ich Forbidden lesen wollen würde. Ich hatte das Buch bei einigen Booktubern in der Kamera gesehen und die meisten waren in meiner Erinnerung der Meinung, dass das Thema das Buches nicht gerade einladend ist, um es nett auszudrücken.
Liebe unter Geschwistern, ein absolutes Tabuthema. Und auch ich erwartete plötzlich im Kopf einen New Adult Roman, wie sie fast alle sind, nur dass diesmal Geschwister die Hauptprotagonisten sind. Oh nein!
Jetzt hatte allerdings die Thalia das Buch günstig im Angebot und die Neugierde war größer als die Abneigung, hatte ich wirklich zwei Protagonisten im Kopf, die hemmungslos gegen alle Konventionen ihre Liebe und Gefühle ausleben.

Und ich lag so falsch!

Forbidden ist trotz oder gerade wegen dem Tabuthema eher leise. Lochan und seine ein Jahr jüngere Schwester Maya wachsen in einem eher verwahrlosten Stadtteil von London auf, nachdem ihr Vater die Familie verließ. Ihre Mutter kümmert sich aufgrund ihres neuen Freundes und der Vorliebe für Alkohol nicht um die zwei und ihre drei jüngeren Geschwister. Die Aufgabe sich um den Geschwister und den Haushalt zu kümmern, bleibt an Maya und Lochan hängen, welche beide so ihre Probleme mit dem Leben haben.
Besonders Lochan ist sehr schüchtern und introvertiert und mit Sozialängsten behaftet. Die meiste Zeit hat er mir einfach nur leid getan.
Maya dagegen ist aufgeschlossen, wirkt aber stellenweise mit ihren 16 Jahren noch sehr naiv auf mich, besonders als sie und Lochan sich ineinander verlieben.
Und gerade diese Tatsache erschien für mich, die ich mir Liebe unter Geschwistern nie vorstellen konnte, plötzlich so natürlich und logisch. Beide haben kein eigenes Leben. Zwar hat Maya eine gute Freundin, Francie, jedoch aufgrund ihrer Verpflichtungen keine Zeit, ein ausgeprägtes Sozialleben zu führen. Und auch Lochan ist mit seinen Sozialängsten nach der Schule ständig zu Hause. Seine einzige Bezugsperson und Halt ist Maya, die manchmal so viel älter wirkt als er.
Plötzlich wallen Gefühle zwischen den beiden auf, die so logisch erscheinen und einen als Leser fast vergessen lassen, dass es sich bei den beiden um Geschwister handelt.
Und hier fällt der einfühlsame Erzählstil von Tabitha Suzuma auf. Anders als erwartet, verhalten sich Maya und Lochan alles andere als Rücksichtslos. Beide haben starke Gefühle zueinander, wissen jedoch, dass ihre Liebe "falsch" ist und das was sie fühlen, eigentlich nicht sein dürfte. Und doch können sie sich nicht gegen diese Gefühle wehren.

In meinen Augen haben was das angeht auch empfindliche Seelen kein Problem, diese Geschichte zu lesen. Auch ich kann mir wie gesagt eine solche Liebe unter Geschwistern nicht vorstellen, aber sie wird so behutsam beschrieben und die Konflikte der beiden Geschwister bis ins Detail dargestellt. In vielen anderen New Adult Romanen wären die Hauptcharaktere vielleicht rücksichtslos miteinander in die Kiste gehüpft ohne an Morgen zu denken. Nicht so bei Tabitha Suzuma, welche sehr feinfühlig ist.

Mehr kann ich hier leider nicht sagen, ohne zu spoilern.

Noch weniger als die Liebe unter den zwei Geschwistern konnte ich mir jedoch das Verhalten ihrer Mutter vorstellen. Wer selber Elternteil ist kann sich wahrscheinlich nur schwer damit abfinden, dass der verbleibende Elternteil sich so wenig für sein eigen Fleisch und Blut interessiert, sich so wenig zu kümmern. Oder ich sehe dies selber sehr naiv als Mutter, ich weiß es nicht. Aber auch der Vater, der so nicht in der Geschichte vorkommt, handelt für mich nicht nachvollziehbar, als er vor Beginn der Geschichte mit seiner neuen Familie ins Ausland gegangen ist und seine erste Familie einfach so vergessen hat.

Und dann das Ende.....völlig unerwartet........Ich mag nicht spoilern........

Ich mag darüber nachdenken was ich gelesen habe. Ist Tabitha Suzuma ein Moralapostel? Sieh was Du gelesen hast und lerne daraus? Oder hat sie ähnliches erlebt, ähnliches erzählt bekommen?

Ich muss mich ein wenig von der Geschichte erholen und geben 5 von 5 Sternen.

Donnerstag, 2. November 2017

Mein Buchmonat Oktober 2017

Auch in diesem Monat lohnt es sich nicht wirklich, einen eigenen Beitrag über meine Neuzugänge zu schreiben und so packe ich hier mal alles zusammen was ich so gelesen habe, mich bewegt hat und was es an Neuzugängen gab.

Dieser Lesemonat war auf jeden Fall wieder "erfolgreicher" als die letzten Monate, da ich auch 2,5 Wochen Urlaub hatte. Ich war zwar bei dem schönen Wetter sehr viel draussen, konnte aber auch um einiges mehr lesen als in den letzten Monaten. Und jetzt wo es so früh dunkel wird, fängt für mich sowieso die Lesejahreszeit an, ich freue mich schon.

Ganze 5 Bücher habe ich geschafft, wobei Das Fundament der Ewigkeit von Ken Follett aufgrund seiner Seitenanzahl für mindestens 2 Bücher zählt, lese ich doch normalerweise Bücher um die 300-500 Seiten.
Da es zu jedem gelesenen Buch auch eine Rezension auf dem Blog gibt, muss ich auf diese nicht näher eingehen.











Mein absolutes Monatshighlight war die Entdeckung von Lucinda Riley! Lange bin ich um ihre Bücher herumgeschlichen, aber irgendwie hat nie eins den Weg in meinen Warenkorb gefunden, da es irgendwie nie passte. Und als ich Der Engelsbaum jetzt auf dem Mängelexemplar Tisch im Penny Markt sah, da musste ich es einfach spontan mitnehmen und sofort lesen.
Ich war begeistert und muss unbedingt ihre anderen Bücher auch so schnell wie möglich haben und dann nach und nach lesen.
Zwar läuft ab November die "Ich kauf nichts"-Challenge, aber da ich im November Geburtstag habe, wird es einige Gutscheine geben und die werden natürlich sofort in Bücher umgesetzt.

Die von mir gelesenen Bücher waren auch allesamt Neuzugänge im Monat Oktober, aber trotzdem sind bei mir noch drei weitere Bücher eingezogen, die ich hoffentlich schnell lesen werde.



Der Bastei Lübber Verlag hat mir netterweise ein Exemplar des neuen Buchs von Meik Wiking überlassen, nämlich Lykke, Der Dänische Weg zum Glück.
Wer mich schon etwas länger kennt der weiß ja, dass ich den Vorgänger Hygge vor Kurzem dann auch endlich mal gelesen habe und absolut begeistert war von dem Buch und Lebensgefühl. Auch die Zeitschrift Hygge lese ich sehr gerne.
Daher bin ich in Lykke sofort eingetaucht nachdem ich Der Engelsbaum beendet habe. Es liest sich schon sehr gut an, meine Rezension wird folgen.

Und dann durften noch zwei weitere Bücher hier einziehen, über die ich mich sehr gefreut habe.


Von Auf immer gejagt habe ich schon einiges gehört und so habe ich über den Marketplace jetzt zugegriffen als es das Buch recht günstig "wie neu" gab. Und es stimmt, außer einem Mängelexemplarstempel hat das Buch nichts und ich habe knapp über 7 € bezahlt.

Und das letzte Buch gab es bei Thalia für 4,99 € und auch hier konnte ich nicht nein sagen, da ich schon ein wenig was über das Buch gehört habe, auch wenn es eher kontrovers diskutiert wird.


Ich kann mir zwar auch nicht vorstellen, dass ich mir Liebe unter Geschwistern gut vorstellen kann, aber ich bin jetzt sehr gespannt auf dieses Buch und überlege, ob ich es parallel zu Lykke lesen soll.

Das war mein Büchermonat Oktober 2017. Was habt ihr denn so gelesen und gekauft?

Dienstag, 31. Oktober 2017

Der Engelsbaum von Lucinda Riley


Der Engelsbaum, Lucinda Riley
Goldmann, 614 Seiten

Klappentext

Viele Jahre sind vergangen, seit Greta Marchmont das Herrenhaus verließ, in dem sie einst eine Heimat gefunden hatte. Nun kehrt sie zurück nach Marchmont Hall in den verschneiten Bergen von Wales. Doch sie hat keinerlei Erinnerung an ihre Vergangenheit, denn seit einem tragischen Unfall leidet sie an Amnesie. Bei einem Spaziergang macht sie aber eine verstörende Entdeckung: Sie stößt auf ein Grab im Wald und die Inschrift verrät ihr, dass hier ein kleiner Junge begraben ist - ihr eigener Sohn! Greta ist entschlossen herauszufinden, was sich in ihrem früheren Leben ereignet hat. Dabei kommt jedoch eine Wahrheit ans Licht, die so schockierend ist, dass Greta allen Mut braucht, um ihr ins Gesicht zu blicken - damit sie schließlich wahren Frieden finden kann.

Meine Meinung

Lange schon möchte ich unbedingt ein Buch von Lucinda Riley lesen, da ich schon so viel gutes über die Autorin gehört habe, auch und besonders von anderen Lesern auf deren Meinung ich vertraue, da wir schon einen sehr ähnlichen Buchgeschmack haben.
Und dennoch hat es nie eines ihrer Bücher in mein Regal geschafft, bis ich in der letzten Woche beim Discounter Penny einkaufen war. Dort gab es wieder einige Mängelexemplare und so auch Der Engelsbaum von Lucinda Riley, das sofort in meinen Korb hüpfte.
Und schon nach den ersten Seiten stellte sich mir die Frage, was habe ich als Leserin die ganzen letzten Jahre ohne Lucinda Riley gemacht?
Ihr könnt also schon ahnen, ich war schwer begeistert von dem Buch, das ich Euch jetzt näher vorstellen möchte.

Wir schreiben das Jahr 1945, kurz nach Ende des 2. Weltkriegs in London, als Greta Simpson David "Taffy" Marchmond bei ihrer Arbeit in einem Nachtclub kennenlernt, um sich finanziell über Wasser zu halten. Zwischen den beiden entsteht eine Freundschaft, die Jahre anhalten soll.
Zur gleichen Zeit lernt sie auch einen amerikanischen Soldaten kennen und die Geschichte nimmt ihren Lauf.
Hier, direkt am Anfang des Buches, war ich das erste Mal verwirrt, kam mir die gesamte Geschichte um das junge Mädchen und den amerikanischen Soldaten doch so dermaßen bekannt vor, dass ich sogar dachte, das Buch bereits gelesen zu haben. Dem ist jedoch auf jeden Fall nicht so, da ich bislang kein einziges Buch von Lucinda Riley kenne.
Das Original der Geschichte wurde jedoch bereits im Jahr 1995 unter dem Namen Lucinda Edmonds veröffentlicht. Aber auch hier habe ich dieses Buch niemals gelesen, wie ich dann auf den folgenden Seiten feststellte.
Ich bin noch nicht dahinter gekommen, weiß aber, dass ich diesen Part der Story genau so aus einer Verfilmung kenne. Es könnte Danielle Steele gewesen sein.
Aber auch wenn Lucinda Riley in diesem Fall abgekupfert haben sollte, tut das der Story keinen Abbruch.

Wie es bei der Autorin wohl meistens ist, spielt der Roman auf zwei Zeitebenen, was jedoch auch seinen Reiz hat. So erleben wir Greta und David im Jahr 1985, als Greta Marchmont sich bemüht, ihr Gedächtnis wiederzuerlangen, welches sie bei einem tragischen Unfall verloren hat. Als sie ein Grab im Wald entdeckt, in welchem offensichtlich ihr kleiner Sohn begraben liegt, kommen langsam ihre Erinnerungen zurück.
Wir erleben daher die Geschichte von Greta und David ab 1945 bis ins Jahr 1985 hinein, immer abwechselnd, je nachdem wie Greta sich erinnert oder was David ihr von der Vergangenheit erzählt.
Dabei ist Der Engelsbaum eine wunderschöne Familiengeschichte über große Träume, unerfüllte Liebe und ein Leben für die Karriere.
Lucinda Riley schreibt so flüssig und schön, dass einem als Leser auf den über 600 Seiten zu keiner Zeit langweilig wird und man hofft, dass die Geschichte der Familie Marchmont ein gutes Ende nehmen wird. Sämtliche Charaktere sind sympathisch und gut gezeichnet, so dass man gerne an ihrem Leben teilhaben mag.

Ich musste mir sofort alle verfügbaren Bücher von Lucinda Riley gebraucht bestellten und werde sie hoffentlich bald schnell verschlingen, denn ich bin nach Der Engelsbaum völlig vernarrt in den Schreibstil und Erzählstil der Autorin.

Daher gebe ich auch ohne zu zögern die volle Punktzahl von 5 Sternen für besondere Unterhaltung!