Freitag, 18. November 2016

Calendar Girl - Verführt von Audrey Carlan


Calendar Girl - Verführt, Audrey Carlan
Ullstein, 364 Seiten

 Klappentext:
Mia Saunders braucht Geld. Viel Geld. Eine Million Dollar. Ihr Vater konnte seine Spielschulden nicht begleichen. Um die Summe aufzutreiben, heuert Mia bei einer Agentur an und läßt sich als Escort-Girl buchen. Für 100.000 Dollar pro Monat - leicht verdientes Geld! Sex ist ausdrücklich nicht Teil des Deals. Doch als sie ihrem ersten Kunden gegenübersteht, ist schnell klar: Zwischen ihr und Wes knistert es gewaltig. Vor den beiden liegt ein Monat voll heißer Leidenschaft. Aber Mia darf sich nicht verlieben. Denn Wes ist nur Mr. Januar.

Meine Meinung:
Ich habe es getan. Monatelang habe ich mich gegen Calendar Girl gewehrt weil ich mir einfach nicht vorstellen konnte, dass mir die Reihe gefallen könnte. Ich habe nichts gegen Prostitution (und nichts anderes als diese sind typische Escort-Girls ja normalerweise), aber die Thematik in 4 Bänden irgendwie mit Liebe in Verbindung bringen........das klappt nur bei Pretty Woman. Dachte ich.
Eines vorweg: Ich fand das Buch nicht schlecht, der Schreibstil von Audrey Carlan gefällt mir sehr gut und ich werde die Reihe auch weiterlesen. Nicht nur das, sie hat es wirklich geschafft, dass ich durch die Seiten geflogen bin und nun auch wissen möchte, wie es weiter geht.
Den Januar fand ich toll. Durch die Tatsache, dass sie sofort mit Wes im Bett landet outet sie sich zwar recht schnell als relativ Sexbesessen, dennoch ist Mia ein sehr sympathischer Charakter. Und auch in Wes muss man sich einfach verlieben, so perfekt wird er von Audrey Carlan dargestellt :-)
Aber dann............das Mia geht und selber versuchen muss ihre Schulden zu begleichen, kann ich vollkommen nachvollziehen. Ich bin auch eine selbstständige Frau. Aber sich zu verlieben und einzureden man wäre nur befreundet weil "es jetzt eben nicht passt" und dann im Februar sofort mit dem zweiten Kunden ins Bett zu springen, kaum das die Betthälfte neben Wes erkaltet ist......Nein, Nein, NEIN. Das ging mir persönlich vollkommen zu weit. Kaum hat sie Wes verlassen trifft sie den zweiten heißen Kerl, ihre Libido meldet sich und ab geht es in die Kiste. Und auch hier ist von Liebe die Rede, wenn auch eher auf die freundschaftliche Art. Aber schneller Sex bleibt es dennoch und ein Mensch der mit einem anderen in die Kiste hüpft und das täglich und gerne, gleichzeitig jedoch behauptet einen anderen Menschen zu vermissen und sich in ihn zu verlieben, das passt in meinen Augen nicht zu einem ordentlichen Charakter, der einem ja bei Mia suggeriert wird.
Das war mir dann Too much. Wäre sie mit Alec nach zögern ein mal im Bett gelandet und hätte ein schlechtes Gewissen gehabt, trotz Lust, okay, aber so? Mir hat es nicht gefallen, so toll der Charakter des Alec Dubois auch gewesen sein mag. Und währenddessen  noch  festzustellen, dass man Wes ja so schrecklich vermisst. Nein, das passte nicht, da konnte sie sich noch so oft einreden, dass sie nur Freunde sind weil es gerade nicht passt. Wenn ich starke Gefühle für einen Mann habe, hüpfe ich nicht mit dem nächsten in die Kiste. Meine Meinung.
Lediglich im März ist diese Gefahr gebannt, als sie dem schwulen Boxer und Restaurantbeitzer Tony Fasano zur Seite steht, den ich, gemeinsam mit seinem Freund Hector, leider ein klein wenig blass fand. Diese Story hätte etwas mehr ausgearbeitet werden können.

Und dennoch bin ich gespannt wie es weitergeht und hoffe, dass Mia nicht zu viele Bettgeschichten durchlebt, bevor es hoffentlich ein Happy End mit Wes gibt ;-) Auf in die Monate April bis Dezember.

4/5 Sternen

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