Donnerstag, 18. Januar 2018

Haben Rebuy, Medimops und Co. mein Buchkaufverhalten verändert?

Diese Frage habe ich mir nun öfter gestellt und kann sie für mich eigentlich nur mit einem lauten JA beantworten.






Früher habe ich eindeutig "nach Bedarf" gelesen. Hatte ich ein Buch beendet, bin ich in die Buchhandlung gegangen und habe mir ein neues zugelegt, manchmal, ganz selten allerdings, auch zwei. Und hatte ich diese gelesen, gab es das nächste.
Allerdings war das zu einer Zeit, wo ich mit dem Zug eine weite Strecke zur Arbeit gefahren bin und täglich morgens und nachmittags am Kölner Hauptbahnhof umsteigen musste. Entweder gab es dort eine große Auswahl an Büchern oder ich bin in die City von Köln gegangen und habe dort zugeschlagen. Anfangs gab es auch noch die Möglichkeit in der Mittagspause an meinem Arbeitsort eine Buchhandlung oder den nahegelegenen Kaufhof aufzusuchen und Bücher zu kaufen.
Meine Tochter war noch nicht auf der Welt und ich hatte alle Zeit der Welt, abends nach Hause zu kommen. Nichts hat mich gedrängt.






Dann sind wir umgezogen, ich bin mit dem Auto zu meiner Arbeitsstelle gefahren, welche am Rand der Stadt lag und immer noch liegt. Keine Buchhandlung weit und breit bzw. die nächste Fußgängerzone weiter weg und nicht ständig erreichbar. Zudem war meine Tochter mittlerweile auf der Welt und ich konnte nach der Arbeit nicht mehr nach Lust und Laune in der City stöbern, sondern musste diese von Tagesmutter / Kindergarten / Grundschule abholen.
Zu diesem Zeitpunkt habe ich zunächst Weltbild und Amazon für mich entdeckt, wobei ich sagen muss, dass ich viel Weltbild genutzt habe. Anfangs über deren Kataloge und später dann über das Internet. Da gab es dann auch einige Sonderangebote und schon landeten mehr als 1-2 Bücher in meinem Warenkorb, die alle gelesen werden wollten.
Diese Möglichkeit der Lieferung von plötzlich 6-10 Büchern sowie der Beitritt in eine Büchergruppe im Internet, waren der Beginn meines SUB 😂 Wurden doch dort von Menschen die ich näher kennenlernen durfte und denen ich in ihrem Lesegeschmack vertraute, schöne Bücher präsentiert und vorgestellt 😂
Meine Wunschliste wuchs stetig.










Genau so wie meine Wunschliste, wuchsen allerdings auch meine Bücherregale als Plattformen wie der Marketplace von Amazon, Rebuy, Medimops oder auch Arvelle in mein Leben traten 😂
Ich kann noch nicht mal genau sagen wann es war und wie es angefangen hat, aber plötzlich waren die Bücher dann so günstig, dass ich auch gerne mal bereit war von einem Autor oder einer Autorin die ich ausprobieren wollte, gleich alle Bücher zu kaufen die verfügbar waren. Für teilweise unter 2 € pro Buch ja kein großes Risiko, oder?


Und die Bildbände! Ich stehe ja auf Schlösser und Burgen und Reisen und Pferde und........und da gibt es teils bei Rebuy Bildbände für unter 1 €, zumindest jedoch unter 2 €. Unser Postbote schleppte sich plötzlich einen Wolf 😅 Einer von ihnen sagte jedoch mal , dass für mein Strahlen wenn die Pakete kommen, er auch mal ein paar Meter mehr schleppen würde 😘
Ob er bemerkt hat dass ich ein kleiner Suchti bin? 😂
Irgendwann musste es dann ja mal passieren, dass meine Lesezeit nicht mehr zu der angeschafften Menge an Büchern passte 😂.
Zudem bin ich ein Mensch, der schnell ein Interesse verliert. Lese ich in der einen Woche Chick-lit und bestelle mir alle möglichen Bücher in diesem Bereich die mich interessieren, kann es noch bevor die Bücher auch wirklich eintreffen sein, dass ich aus irgendeinem Grund schon wieder im Bereich Fantasy oder Familiengeschichten angekommen bin und auf Chick-lit gerade so gar keine Lust habe.
Dieses Interesse kommt allerdings irgendwann wieder, weshalb ich mir über meinen SUB auch keine wirklichen Gedanken mache. Und wenn ich das eine oder andere Buch nie lese, so what? Ich erfreue mich trotzdem daran sie zu besitzen und jederzeit die Möglichkeit zu haben, sie zu lesen wenn ich Lust darauf habe.
Und ich habe immer darauf geachtet, dass mein SUB nicht komplett ausufert. Wenn ich teilweise lese, dass Bekannte von mir einen SUB zwischen 1000-4000 Büchern haben, dann komme ich mir mit meinen unter 500 Büchern doch noch mickerig vor 😂
Ich verspüre allerdings auch nicht wirklich den Drang, etwas an meinem Kaufverhalten zu verändern, sonst hätte ich dies schon längst getan und stehe regelmäßig vor meinen Regalen und freue mich auf die Zeit, wo diese noch Geschwisterchen von IKEA bekommen 😅

Wie sieht es denn bei Euch aus? Habt ihr auch eine Veränderung in Eurem Buchkaufverhalten bemerkt über die Jahre? Kauft ihr durch Rebuy, Medimops und Co. ebenfalls mehr Bücher oder bleibt ihr weiterhin Euren Buchhandlungen treu und kauft nur nach Bedarf?





Dienstag, 16. Januar 2018

Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance von Estelle Laure



Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance, Estelle Laure
Fischer, 250 Seiten

Klappentext

»In der perfekten Kino-Version meines Lebens wäre das der Moment, in dem er mich umdreht und küsst. Aber Digby hat eine Freundin. Ein Mädchen, das er liebt. Ein Mädchen, das nicht ich bin.«
Eigentlich hat Lucille Wichtigeres zu tun, als sich ausgerechnet in den vergebenen Zwillingsbruder ihrer besten Freundin zu verlieben. In ihrer Familie ist sie die Einzige, die die Dinge in die Hand nimmt: Geld verdienen, Rechnungen bezahlen, sich um ihre kleine Schwester kümmern. Da bleibt keine Zeit für große Gefühle. Aber wer kann sich schon wehren, wenn die wahre Liebe vor der Tür steht? Denn gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance.

Meine Meinung

Dieses Buch hatte ich schon öfter auf meiner Wunschliste nachdem es mir im Booktube über den Weg gelaufen ist, aber irgendwie hat es nie den Sprung in meinen Warenkorb geschafft. Jetzt gab es Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance allerdings äußerst günstig bei Arvelle zu erstehen und da musste ich einfach zuschlagen und es auch sofort lesen.

Als das Buch allerdings kam, war ich erst mal überrascht: Nur 250 Seiten und die auch noch recht groß geschrieben, wie ein Kinderbuch.
Aber was ich dann zu lesen bekam hat mich wirklich gepackt und ein mal um mich selbst geschleudert, so dass ich die 250 Seiten in Nullkommanichts verschlingen musste.

Lucille ist 17 und lebt zusammen mit ihrer Mutter und jüngeren Schwester Wren, nachdem der Vater einen psychiatrischen Anfall bekommen hatte und in eine Klinik eingewiesen wurde, Aufenthalt unbekannt.
Doch auch die Mutter der Mädchen lernen wir nie kennen, denn diese ist bereits zu Beginn der Geschichte weg. Zunächst nur über die Ferien, bleibt sie auch zum ersten Schultag hin weg, schickt einmalig 100 Dollar und überlässt die Mädchen sich selber.

Alleine dieser Gedanke hat mich als Mutter ja bereits fertig gemacht, auch wenn ich nicht das erste Buch dieser Machart lese. Wie kann eine Mutter ihre Kinder einfach so im Stich lassen? So ganz ohne sich darum zu kümmern von was diese zukünftig leben und wie und was aus ihnen wird?

Und wäre die Tatsache nicht schon schlimm genug, dass Lucille plötzlich alleine mit der Sorge um ihr Leben und das ihrer Schwester dasteht, gibt es auch noch Digby, den Zwillingsbruder ihrer besten Freundin Eden, in den Lucille bereits seit Jahren verliebt ist, der jedoch ebenfalls schon seit Jahren eine ganz tolle Freundin hat.

Wir begleiten Lucille in ihrem Alltag und wie sie versucht, das beste aus der verfahrenen Situation zu machen. Wie sie versucht Geld zu verdienen und die Schule sowie die Sorge um ihre Schwester unter einen Hut zu bekommen.

Wer aber jetzt denkt, dass das auf 250 Seiten gar nicht geht, der wird schnell eines Besseren belehrt.
Es passieren dramatische Dinge, aber Estelle Laure hat diese ganz besondere Gabe, diese zu schreiben, ohne zu dramatisieren.
Sie beschränkt sich auf das Wichtigste, die Essenz der Geschichte, auf den Punkt gebracht, ohne Füllstoff und Schnörkel. Und das beherrscht sie so perfekt, dass man als Leser nie abschaltet! Zumindest ist es mir so gegangen.
Von der ersten bis zu letzten Seite habe ich mitgefiebert und mitgelitten und mir so gewünscht, dass die Geschichte gut ausgehen wird 😊

Und es geht um Zusammenhalt und Liebe, zwei wichtige Dinge in der heutigen Zeit und das ganz ohne kitschig zu werden.

Ich war schlicht und einfach restlos begeistert von dieser tollen Geschichte und gebe ohne zu zögern 5 von 5 Punkten und das mit Sternchen!
Eine uneingeschränkte Leseempfehlung von mir. Wenn Estelle Laure keine Eintagsfliege abgeliefert hat, dann hat sie in meinen Augen ein wirklich großes Schreibtalent.
Im März erscheint ihr zweiter Roman, "Während ich vom Leben träumte" und ich bin schon unendlich gespannt!


Sonntag, 14. Januar 2018

Katarina Bivald - Ein Buchladen zum Verlieben



Ein Buchladen zum Verlieben, Katarina Bivald
btb, 546 Seiten

Klappentext

Was lieben Sie mehr? Bücher oder Menschen?
Wie eine Buchhandlung einen verschlafenen Ort wieder zum Leben erweckt.

Es begann mit einer ungewöhnlichen Brieffreundschaft. Die 65-jährige Amy aus Iowa und die 28-jährige Sara aus Schweden verbindet eines: Sie lieben Bücher - mehr als Menschen. Begeistert beschließt die arbeitslose Sara, ihre Seelenverwandte zu besuchen. Als sie jedoch in Broken Wheel ankommt, ist Amy tot. Und Sara plötzlich mutterseelenallein. Mitten in der Einöde.Irgendwo in Iowa. Doch Sara lässt sich nicht unterkriegen und eröffnet mit Amys Büchersammlung einen Laden. Und sie erfindet neue Kategorien, um den verschlafenen Ort für Bücher zu begeistern: "Garantiert zuverlässiger Autor", "Kein überflüssiges Wort", "Für Freitagabende und faule Sonntage im Bett". Ihre Empfehlungen sind so skurril und liebenswert wie die Einwohner selbst. Und allmählich beginnen die Menschen aus Broken Wheel tatsächlich zu lesen - während Sara erkennt, dass es noch etwas anderes im Leben gibt außer Büchern. Zum Beispiel einen ziemlich leibhaftigen Mr. Darcy.

Meine Meinung:

Luna Wood hatte das Buch in ihren Neuerscheinungen auf YouTube vorgestellt und mich mit dem Klappentext sofort angesprochen, so dass ich mir das Buch sofort gebraucht bestellen musste (allerdings auch in der Hardcover-Ausgabe und nicht im "buchigeren" Taschenbuch).
Zunächst hatte ich ein paar bedenken, dass es nur um Klassiker gehen würde bei den Büchern, die ich selber ja eher nicht lese derzeit, aber der Klappentext hatte mich so angesprochen, dass ich das Buch unbedingt lesen musste.
Und ich muss zugeben, auch die Autorin, die zusammen mit ihrer Schwester und "so vielen Bücherregalen, wie nur eben reinpassen in ihre Wohnung", lebt, war mir sofort irgendwo sympathisch. Woher das wohl kommt? 😊

Das Buch startet mit einem Brief von Amy an Sara und der Tatsache, dass Sara in der ihr fremden Stadt Hope in Iowa steht, ein Buch liest und darauf wartet, von Amy abgeholt zu werden, die sie bisher lediglich aus deren Briefen kennt und die junge Schwedin eigeladen hatte, zwei Monate bei ihr zu verbringen.
Da Amy zu diesem Zeitpunkt bereits tot ist, wird die Geschichte immer wieder gespickt von Amys Briefen bis zu dem Tag, an dem Amy Sara eingeladen hatte, zu ihr nach Iowa zu fliegen.
Da die Menschen in der kleinen, vom aussterben bedrohten Stadt Broken Wheel sehr an Amy hangen, hatten sie sich sofort bereiterklärt Sara bei Amy im Haus wohnen zu lassen und sich in den zwei Monaten ihres Urlaubes rührend um die jungen Frau zu kümmern.
Sara selber ist mit der Situation, von so vielen Menschen plötzlich hofiert und umsorgt zu werden, völlig überfordert, mag sie doch Bücher lieber als Menschen und hatte gedacht, ihre Zeit in dem kleinen Städtchen hauptsächlich mit Amy zu verbringen.

Um ihre Zeit zu überbrücken und weil die Einwohner nicht den Eindruck machen Sara früher als vorgesehen wieder nach Hause fliegen zu lassen, eröffnet sie in dem Ladenlokal von Amys verstorbenem Mann und mit deren Büchern, einen Buchladen. Und nebenbei lernt sie die Bewohner des verschlafenen und vom aussterben bedrohten Städtchens, besser kennen.

Meine erste Befürchtung war, dass es sich in dem Roman nur um klassische Literatur drehen würde, eine Vermutung, die mir sofort wieder genommen wurde, denn Sara und Amy haben beide querbeet gelesen! Aktuelle Romane, Chick-lit und natürlich auch den einen oder anderen Klassiker. Das machte mir beide Frauen sofort sympathisch, habe ich selber ja auch einen eher vielfältigen Lesegeschmack und lese mal das eine und mal das andere, gerade so, wie ich Lust habe.
Und auch in Saras Einstellung zu den Büchern und dem Leben mit ihnen, konnte ich mich allzu oft wiederfinden, mag ich doch meist Tiere und Bücher ebenfalls lieber als Menschen und reale Geschichten 😉 Na ja, manchmal jedenfalls.
Sara mochte ich daher wirklich gerne.

Gewöhnen musste ich mich allerdings an die anderen Einwohner des Städtchens. Alle sind super lieb und nett, nur deren Probleme mit denen wir auf etwas über 500 Seiten konfrontiert werden, waren mir teilweise too much. Da geht es um Alkoholismus, Homo- und Bisexualität, Liebe zwischen Schwarz und Weiß, die zurückgezogene Kirchgängerin, die alleinerziehende Mutter die droht vom Leben erstickt zu werden, und und und. Natürlich kann ich verstehen, dass in einem vom aussterben bedrohten Städtchen auch massenhaft "gescheiterte Existenzen" leben, doch wäre hier weniger teilweise etwas mehr gewesen denken ich.
In den Momenten zog sich die Geschichte für mich leider auch ein wenig, und dennoch bleiben alle Einwohner von Broken Wheel überaus sympathisch. Und das ließ mich dann wieder dranbleiben.

Laute Töne muss man bei "Ein Buchladen zum Verlieben" ebenso wenig erwarten wie eine laute und schnelle Handlung. Das Buch lebt von den leisen Tönen und für mich auch daraus, dass ich Sara so unendlich sympathisch fand und mich in ihr das eine oder andere Mal völlig wieder.

Ein Buch für Buchliebhaber die auch mal ruhigere, sympathische Kleinstadttöne mögen, ohne die "Gilmore Girls" zu erwarten, denn das ist weder Broken Wheel noch der Buchladen zum Verlieben.

Da das wirklich schöne Wohlfühlbuch allerdings ein paar Längen hatte die ich jetzt nicht soooo interessant fand kann ich, gemessen an anderen Büchern der letzten Zeit, leider nur 3,5 von 5 Punkten geben, was die Lektüre allerdings nicht zu einer schlechten macht!!!
"Ein Buchladen zum Verlieben" bleibt immer noch ein Tipp für alle von uns, die Bücherwürmer, Kleinstadtfeeling, ruhige aber sympathische Charaktere und Bücher über Bücher mögen!!!





Mittwoch, 10. Januar 2018

Abgebrochen: Perfect Touch Untrennbar von Jessica Clare



Perfect Touch Untrennbar, Jessica Clare
Bastei Lübbe, 334 Seiten

Klappentext

So ein Arsch! Anders kann Greer es nicht ausdrücken. Jahrelang hat sie zu Milliardär Asher gehalten, hat ihn verteidigt, hat sein schlechtes Verhalten entschuldigt, nachdem er von seiner Frau betrogen wurde. Hat gehofft, dass endlich mehr als Freunde aus ihnen werden könnte. Und dasnn das! Greer hat vielleicht keine Erfahrung, aber was der betrunkene Asher da mit ihr angestellt hat, muss das unbefriedigendste erste Mal aller Zeiten gewesen sein. Sie ist fertig mit ihm. Doch das ist ein klitzekleines Problem: Asher hat sich in den Kopf gesetzt, ihr zu beweisen, dass er es besser kann....

Meine Meinung

Ich habe die Perfect Passion Reihe von Jessica Clare wirklich sehr gerne gemocht. Für mich war sie eine der besten Reihen wenn man Liebesromane mit Milliardären noch lesen kann 😉 Nach Abschluss dieser Reihe wurde die Perfect Touch Reihe ins Leben gerufen, wo es um die Brautjungfern von Gretchen gehen sollte (die ihren Zukünftigen Hunter im ersten Band der Perfect Passion Reihe kennengelernt hatte).
Bereits im ersten Band fiel mir auf, dass die neue Reihe die Leichtigkeit der Perfect Touch Reihe irgendwie eingebüßt hat, aber ich dachte mir noch: "Na ja, ein mal ist kein Mal" und las auch noch Band 2 und 3. Allerdings bei weitem nicht mehr mit dem Vergnügen das mir die erste Reihe der Autorin bereitet hatte.
Und jetzt mit Band 4, Perfect Touch Untrennbar, auf den ich mich aufgrund des Klappentextes und weil in früheren Bänden Greer und Asher immer mal auftauchten, wirklich gefreut hatte, ist für mich der Tiefstand erreicht und das Ende der Reihe gekommen. Ich gebe auf und werde sie nicht weiter verfolgen, auch wenn bereits Band 5 in den Startlöchern steht.

Greer war mir von Anfang an unsympathisch. Sie geht auf ihre eigene Party mit dem Vorsatz, Asher heute endlich aufzureißen, komme denn was da wolle.
Und genau das zieht sie dann auch durch. Sie "entführt" den stockbetrunkenen Asher von den anderen Partygästen, merkt auch noch, dass er Whiskey getrunken hat (mh, angeblich will Asher so betrunken gewesen sein, dass er von dem Abend nichts mehr weiß) und bringt ihn dazu, mit ihr zu schlafen.
Und ist dann auch noch tödlich beleidigt, direkt auf den ersten Seiten, wenn der Sex nach zwei Stößen und reichlich unbeholfenen Verhalten beendet ist.
Wohlgemerkt, wir reden hier immer noch über Sex mit einem Stockbetrunkenen Mann.
Bereits an dieser Stelle, also auf Seite 26 war mir klar, dass ich dieses Buch nicht mögen würde.

Ein Auszug:

(Wenn er so betrunken ist wie Jessica Clare uns das später weismachen möchte, muss Greer gemerkt haben, in welchem Zustand Asher sich befindet)
Dann also der Dialog nach dem Sex:

"Du bist betrunken!" Und sie war eine Idiotin.
"Ja, das bin ich." Er nahm einen Schluck.
"Du bist in mir gekommen! Ohne Kondom!" Sie konnte nicht verhindern, dass man ihr anhörte, wie verletzt sie war.......................... "Wie konntest Du das nur tun, Asher?"

Zur Erinnerung: Er betrunken, sie nüchtern. 
Sie gibt also wirklich und tatsächlich ihm die Schuld an dem schlechten Sex und dann auch noch ohne Verhütung. 
Wer hätte aufpassen und den klaren Kopf bewahren müssen?

Aber nein, Greer ist die nächsten 100 Seiten betroffen und sauer und meint das auch noch ernst. Und Asher schämt sich, dass er schlechten Sex abgeliefert hat.

Da war bei mir dann leider auf gut Deutsch der Ofen aus und wie lächerlich sich die Story dann noch entwickelte als Greers Vater (der an Hugh Heffner angelehnt ist) und seine drei Freundinnen (Drillinge) ins Spiel kamen, darüber schweige ich lieber, sonst würde es einen wahren Wortschwall bei mir auslösen und das wollt ihr glaube ich nicht 😄

Nein, nein, nein, das war mir jetzt ernsthaft alles zu viel.
Wie bei allen abgebrochenen Büchern vergebe ich auch hier keine Punkte - aus Gründen 😇